28.07.2020-15:05
Entspannter Ausritt mit Amystia
Bei leicht windigen Wetter ging es zunächst nach einem entspannten Putzen von dem Gestüt im Schritt und Trab immer an Feldwegen vorbei Richtung Heidewälder Sickerlisee, wo eine kleine Trainingseinheit zum Thema Wasser ist kein Weltuntergang stattfand. Nachdem sie sich getraut hat, mit mir einige Zentimeter am Ufer des Sees entlangzugehen, ging der Ausritt angenehm abgekühlt in Trab weiter Richtung Heim, wobei wir an den schönen Sandefelder Hügeln eine kleine Bergaufgaloppeinheit eingelegt haben. Insgesamt dauerte der Ausritt ca dreieinhalb Stunden mit Pause. 

29.07.2020-09:53
Erste Trainingseinheiten mit Ally
Da es heute angenehm warm war, fand das erste Training mit Faible auf dem Reitplatz statt. Nach etwas Bodenarbeit, stieg ich auf und wir wärmten uns auf. Danach versuchten wir uns daran, im Schritt und Trab über die auf dem Boden liegenden Stangen zu reiten. Allerdings wurde Faible nach den ersten Runden etwas übereifrig und sprang über die Stangen. Nach diesem kleinen Ausrutscher verlief das Training ruhig bis zum Ende, sowohl im  Sattel als auch am Boden. Als Amystia mit Amira auf dem Platz kam, entschied ich mich dazu mit Faible an den Putzplatz zu gehen und sie abzusatteln. Zu guter letzt rundeten wir das Training mit einem 30 Minütigen Spaziergang über das Hofgelände ab. Alles in einem dauerte unser Trainig bis 11:17 Uhr.

30.07.2020-16:00
Turniervorberietung bei Ally
Für Faible geht es übermorgen mit Amira zusammen auf eins ihrer ersten Turniere, bei dem sie für ein E-Stilspringen und eine A-Jungpferdespringprüfung gemeldet ist. Leider kann sie durch ihr Stockmaß nicht in der Ponyklasse starten, jedoch bin ich auch sonst sehr zuversichtlich dass das wird. Zum letzten richtigen Training sind wir den aufgebauten E-Parcours auf dem Reitplatz fehlerfrei gesprungen, danach habe ich den Parcours noch etwas ausgeweitet und zu einem A-Parcours umgebaut. Faible ist auch diesen Ablauf mit wenigen Fehlern toll gesprungen und hat vor lauter Freude dazwischen mal einen kleinen Buckler eingelegt. Nur bei Kombinationen muss die Stute dringend noch lernen ihren Eifer zu mäßigen, da sie diese auch gerne mal mit zu viel Schwung nimmt. Faible hat noch sehr viel Potenzial nach oben, was man im Training auch immer merkt, und den Charakter für ein ganz tolles Turnierpferd. 

31.07.2020-8:36
Letzte Vorbereitungen vor dem Turnier mit Ally
Morgen geht es für Faible und mich zu den Turnieren und damit sie sich kurz vor knapp nicht noch etwas zerrt oder sich generell verletzt, ließen wir es heute das gesamte Training etwas langsamer angehen. Zu erst longierte ich Faible in allen 3 Grundgangarten und schaute mir ihre Bewegungsabläufe an, um sicher zu gehen,dass sie nicht lahmt oder ein anderes Anzeichen auf irgendeine Verletzung hatte. Dies war zum Glück nicht der Fall. Dann baute ich verschiedene Variationen eines A-Springparcours auf und führte Faible an den verschiedenen Hindernissen vorbei. Ich wollte damit sicher gehen, dass sie die Hindernisse und Variationen sowie Kombinationen kennt und keine Angst davor hat. Das selbe machte ich auch noch mit mehreren E-Parcours. Denn ich wollte alle bösen Überraschungen bei unserem ersten Turnier vorbeugen. Aber Faible scheute nicht vor den Hindernissen und erschreckte sich auch nicht als ich etwas Lärm mit verschiedenen Gegenständen machte. Nach dieser Lektion spazierten wir noch etwa eine halbe Stunde über das Gelände, bis ich dann Faible zurück in den Stall brachte. Alles in einem dauert unseres Training mit Umbauarbeiten um die 2 Stunden und 30 Minuten.

1.08.2020-5:48Uhr
Der Turniertag mit Ally
Am frühen Morgen machten Amystia und ich unsere beiden Ponys für ihren  großen Tag fertig. Wir flochten die Mähne der beiden, bandagieren sie für die Fahrt zu dem Turnierstall und lagerten die Tresen und die Sättel unserer Lieblinge ein. Über die Nacht hatten wir die Beiden eingedeckt, worüber ich sehr froh war, da ich nur noch einmal schnell über Faible drüber putzen musste. Während die Ponys ihren Hafermüslimix futterten, stellten meine Schwester und ich die Pferde auf die Weide und dann konnte die Fahrt losgehen. Etwa um 7:30 verließen wir den Hof und fuhren zu dem Stall, der das Turnier veranstaltete. Auf dem Hof des Turnierstalls Passion angekommen stürzten wir uns in den Turniertrubel und machten uns daran, die Pferde vorzubereiten. Die letzten Minuten vor dem Start von Amystia und Amira waren mindestens genauso hektisch und trotzdem spannend, wie vor dem Start von Faible und mir. Kurz bevor wir in die Halle ritten sagte ich noch zu Faible "Du kannst das Kleine". Dann began der Trubel um das Turnier und ich blendet alles andere, außer Faible und den Parcour aus. 

Man wird es nicht glauben-zwei Starts und gleich zweimal durfen wir auf das Treppchen steigen,mit einem 2. Platz im A-Springen und einem 3.Platz im E-Springen.
Im Stil-E-Springen ist ,wie im Ergebnis zu sehen,alles glatt gelaufen.Einen leichten Patzer in den Wendungen hatten wir,sonst war alles perfekt.
Beim A-Springen kamen wir fehlerfrei durch die Runden und konnten uns am Ende als Zweite platzieren-für die ersten beiden Turnierstarts tolle Ergebnisse.

02.08.2020-10:00
Leichtes Parcourstraining mit Amystia
Da es morgen wieder auf ein Turnier gehen soll und ich Faible auch einmal vorstellen darf,habe ich heute das Training mit dem süßen Schnuffel übernommen.
Auf unserem Reitplatz habe ich einen Parcours aus 7 Hindernissen bis einen Meter aufgebaut und bin diesen gesprungen.Mit der traumhaften Galoppade von Faible und ihrem tollen Ehrgeiz war das Ganze schon fast ein Kinderspiel.Niemals hätte ich gedacht,dass mir Springen mit Faible so viel Spaß macht.Jeglich bei meinem kleinen aufgebauten Ersatzwassergraben hat sie jedes mal eine Vollbremsung eingelegt,bis sie gemerk hat,dass das gar kein Wasser ist-dann war alles gut.Wenn Faible sich so weiterentwickelt wie bisher müssen wir darüber nachdenken,zum Jahreswechsel einen Klassenwechsel vorzunehmen-ich denke,darauf sollten wir hintrainieren.Am Ende vom Training-ich muss noch kochen- habe ich mich dann noch mit zweifachen Kombinationen auseinandergesetzt,bei der Faible gerne mal nur einen statt zwei Galoppsprünge dazwischensetzt und dann auch mal gerne die Stange mitnimmt.

03.08.2020-5:50
Turniertag mit Ally und Amystia
Heute musste ich (Ally) früh aus den Feder, denn es steht unser zweiter Turniertag an. Aber diesmal wird nur Faible mitkommen und von Amystia und mir jeweils einmal vorgestellt. Ich bin echt gespannt wie sich unser Liebling heute schlägt...zurück zum Text. Also machte ich mich in aller Frühe auf, um Faible auf dem Putzplatz fertig zu machen. Ich versuchte nicht all zu laut zu sein, da viele der Pferde noch schliefen oder dösten und ich diese nicht erschrecken wollte. Nachdem ich Faible  geputzt und bandagiert hatte sowie ihre Mähne geflochten hatte, lagerte ich noch die Trense und ihren Sattel ein. Ich musste nur noch darauf warten, dass Amystia kam und dann konnte ich losgehen. Alles verzögerte sich aber etwas, da Amystia etwas verschlafen hatte und ich sie kurzer Hand immer noch verschlafen in unser Auto rein zerrte, damit wir nicht zu spät zum Turnier kamen. Am Ort des Geschehens angekommen begannen wir uns turnierfertig zu machen und versorgten dann Faible, die dieses mal, obwohl kein anderes Pferd dabei war, den Turnierstress viel entspannter annahm. Ab und zu schaute sie sich gelassen um und schnaubte amüsiert, wenn Amystia und ich uns zum hundertsten mal gegenseitig die Kleider zurecht zupften. Dann ging es an den Start und heute hatte ich auch ein echt gutes Gefühl dabei. 
Komm Kleine du kannst das! 

04.08.2020-17:30
Gemütliches Training mit Amystia
Nach den tollen Turnieren hat sich Faible heute noch eine Pause verdient,in der ich leglich die Stute ohne Sattel,aber mit Pad geritten bin.
Durch Faibles raumgreifenden Gänge bin ich erstmal völlig durchgeschüttelt worden,konnte mich dann aber dran gewöhnen.Im Trab konnte ich sie natürlich erstmal nicht aussitzen und bin Leichtgetrabt,was ganz schön in die Muskeln ging-Muskelkater vorprogrammiert.Beim Aussitzen fühlte ich mich erstmal wie auf See bei Sturm,aber nachdem sich das gelegt hatte-das Gefühl,nicht der Sturm-war es einfach nur traumhaft schön,auf so einer tollen Stute zu sitzen.Anschließend bin ich sie angaloppiert,und da sich Faibles große Galoppade einfach nur toll zum Sitzen anfühlt,sind wir sogar über einige Cavalettis gehüpft,wobei meine Sattelfestheit manchmal leicht ins Schwanken geriet.
Generell hat es gut funktioniert,obwohl mein Sitz vermutlich nicht an allen Stellen hundertprozentig ideal war-Faible vergib mir.Im großen und ganzen könnte man,wenn man auf Faible sitzt,tatsächlich denken,dass Reiten ein Kinderspiel ist,denn genauso fühlt es sich auf ihr auch an.Mit jedem Mal wo man sie reitet,hat man das Gefühl nicht auf einer fünfjährigen Stute, sondern auf einem vollausgebildeten Springpferd zu sitzen und dieses Gefühl ist einfach nur toll.


06.08.2020-9:54
A** Springtraining mit Ally
Nachdem Erholungstag  begann der Alltag wieder auf unserem Hof einzukehren. Als ich vom Training mit Mirabel kam, baute ich einen Springparcour für A** Springen auf. Als Wassergraben funktionierte ich eine blaue Plane um, die leise im Wind raschelte. Außerdem enthielt der Parcour zwei zweifach Kombinationen und einige einzelne Sprünge, die eine Höhe zwischen 90 cm und 110 cm hatten. Dann sammelte ich Faible von der Koppel ein und die Ponystute wieherte, als sie mich auf sich zu gehen sah. Yay! Nach dem Putzen, Trensen und Satteln, das wie gedacht ohne ein kleines Ereignis über die Bühne ging, spaziert ich mit Faible zu dem Parcour, den ich für heute aufgebaut hatte. Zuerst führte ich die kleine Stute durch die Hindernisse und steuerte als letztes unseren "Wassergraben" an. Da ich etwas nervös war, wie Faible auf ihn reagiert, umrundeten wir die raschelte 2 Meter Plane erst einmal mit einem großen Sicherheitsabstand. Dann führte ich Faible langsam auf die Pläne zu und wir blieben etwa 50 cm davor stehen. Ich bückte mich langsam und fing an mit Faible zu reden,ganz leise, sodass nur sie es hören konnte. Dann führte ich die Stute auf die Pläne, was sie auch nach kurzem Zögern mitmachte und dann kam eine Windböeund die Pläne begann (wer hätte es gedacht) zu Rascheln und sich auf zu blähen. Faible fand das wohl nicht so toll und scheute nach hinten, ich versuchte mit Faible mit zu gehen, da ich sie ja immer noch am Zügel hatte, stolperte aber tollpatschig wie ich bin und fiel auf meinen Po. Dies schien Faible aus ihrer Schreckstarre zu lösen und kam todesmutig wie sie nun mal ist zu mir auf die Plane und begann sorgenvoll zu schnauben. Lächelnde stellte ich mich wieder auf und beruhigte, die immer noch etwas verunsichert Stute. (verübeln kann man es ihr nicht, sie und ihre Reiterin sind von einem gemeinen Planenmonster angegriffen worden!) Nach kurzer Zeit fasste sie sich wieder und wir gingen von der Plane, die ich kurzdarauf weglegte. Dann versicherte ich mich, ob Faible auch unverletzt war - was sie zum Glück war - und führte sie noch einmal durch den Parcour, was sie auch entspannte. Dann konnte ich endlich aufsteigen udn saß wieder auf meiner Lieblingsspringstute. Nach dem Aufwärmen und einer Runde Galopp auf jeder Hand, machte ich mich bereit und wir ritten auf den Parcour zu. Ich glaube ich habe die Hälfte des Parcours garnicht mitbekommen, denn wir flogen nur so über die Hindernisse und auch die schwierigen Kombinationen funktionierten diesmal sehr gut. Selbst die höheren Einzelsprünge schienen geschrumpft zu sein. Nach ein paar weiteren Durchgängen beendeten wir das Training und ich brachte Faible mit einem seeligem Lächeln im Gesicht auf die Koppel zurück. 

07.08.2020-8:40
Freiarbeit mit Amystia
Da ich durch meine blauen Flecken und gehörigen Muskelkater absolut keine Lust hatte,die doch sehr schwungvolle Faible zu reiten,habe ich mit ihr heute Freiarbeit gemacht.
Angefangen haben wir mit Übungen wie Rückwärtsrichten nur ohne Halfter und Strick, weiter ging es dann nach 5 erfolgreichen Schritten mit zur Seite weichen und Zirkeln um den Mensch. Jedem nachlaufen tut Faible sowieso,das muss man bei ihr wirklich nicht trainieren. Durch ihre Schlauheit hat sie aber auch mal schnell raus,wie etwas für sie besser funktioniert,und so hat sie beim Zirkeln dann doch manchmal etwas geschummelt,indem sie eine Wendung ohne Kommando dafür hingelegt hat,sobald es ihr zu langweilig wurde.Natürlich hat sie dies nicht böse gemeint,aber wenn der Maus etwas zu eintönig ist,findet sie das blöd und sonst bekommt sie für schöne Wendungen ja auch immer eine Belohnung,also warum jetzt nicht? Beim freien Galoppieren hat die kleine Große dann vor Unterforderungen schöne Galoppwechsel eingebaut, bis sie am Ende im Kreuzgalopp war-das war natürlich aber nicht Sinn der Sache. Daher habe ich sie dann wieder durchpariert und noch einmal neu angaloppiert-dieses Mal waren es dann keine Galoppwechsel sondern halbe Galopppiruetten ,um möglichst unauffällig die Hand zu wechseln. In dieser Stute ist doch noch ein Dressurpony verloren gegangen.

08.08.2020-12:36
Turniervorbereitungen mit Ally
Direkt nach dem Mittagessen ging es für mich wieder in den Stall, um Faible aber auch Mirabel für unser kleines Turnier heute fertig zu machen. Nachdem ich die Beiden an den Putzplatz gebracht hatte, kontrollierte ich, dass auch keine der Belden Stuten lahmt und fing sie dann an zu putzen. Auf Mirabels beleidigtes Wiehern, wenn Faible länger geputzt mit einer Bürste geputzt würde, ging ich gar nicht erst ein, sondern ich konzentrierte mich darauf schnell und effizient zu sein um noch alles in der Zeit hin zubekommen. Als ich Mirabel fertig bandagiert hatte, machte ich mich daran Faible auch zu bandagieren. Leise summte ich vor mich hin und Faible schien sich ganz und gar nicht für die Außenwelt zu interessieren, sodass sie mir fast einschlief. Bevor ich die hübsche Stute aufwecken musste, packte ich noch alle benötigten Sättel und Trensen ein, damit ich auch ja nichts vergesse. Dann flocht ich Mirabels Mähne und den Anfang ihres Schweifs ein, was ich auch bei der, inzwischen wachen Faible, wiederholte. Dann gab es für beide noch etwas zu essen und zu trinken, und dann führte ich, die heute noch nicht bewegte Faible noch eine kleine Runde über den Hof. In dieser kleinen Runde passierte zwar nichts weltenveränderntes, aber es war ein schönes Gefühl mit der etwas verschlafenen Maus einfach mal über den Hof zu laufen, ohne an irgendetwas denken zu müssen. Als der Spaziergang sich viel zu schnell endete, brachte ich Faible, Mirabel und Calido in die Anhänger und Amystia und ich fuhren zum Turnier. 
-Zeitsprung-
Im Longierwettbewerb (Ponys) erreichten Amystia und Faible den 6. Platz mit einer 7.3. Im A-Springen erreichten Faible und ich einen tollen 7.platz. Ich bin wie immer sehr stolz auf meine kleine Maus und auch auf meine "große" Schwester. 

10.08.2020-5:12
Stutenschau in Auenburg mit Ally
Es gab nur einen einzigen Grund, warum ich heute so viel früher als Amystia aufgestanden warbund der war, dass ich mich um Faible und Mirabel kümmern musste und ich dank meiner "Frühaufsteherfähigkeit" hatte ich also mehr Zeit für die beiden. Als ich Faible am Putzplatz fest and, stellte ich ihr gleich schon einmal eine ordentliche Portion Futter hin, dass sie während ich sie putzte auffressen konnte. Nachdem ich ihr Fell wortwörtlich zum glänzen gebracht hatte, begann ich ihre Mähne zu flechten und als ich dass hinter mich gebracht hatte, flocht ich wieder den Anfang ihres Schweif es ein. Ich muss sagen, dass ich bis jetzt sehr stolz auf mich war. Ich hatte mich für Schauen nie so viel begeistern können, wie für Turniere, aber ich mochte es die Pferde fertig zu machen. Außerdem hatte ich gestern die Ausrüstung von Faible,Amira, Calido und Mirabel geputzt, sodass sie auch wirklich sauber war. Auch wenn es nicht lange halten würde... Dann waren Faibles Hufe an der Reihe, die ich mit Huföl einpinselte, dann kümmerte ich mich auch noch die Nase der Stute. Danach waren wir fertig und ehrlich gesagt, sah Faible so aus, als ob sie strahlen würde. Die Stute hat sich die ganze Zeit vorbildlich benommen, sodass ich sie nach dem Putzen ausführlich belohnte und lobte. Dann musste ich aber noch schnell zu Mirabel, um sie für die Schau fertig zu machen. Später, kam ich dann zu Faible, die die ganze Zeit brav am Putzplatz gewartet hatte, um sie zusammen mit Mirabel zu den Anhängern zu bringen, wo auch schon Amystia mit Calido und Amira wartete. 
-Zeitsprung-
Während der 3 stündigen Fahrt, haben sich alle Ponys benommen. Doch ich war mehr als glücklich, als wir endlich aus den Autos rauskamen. Zuerst musste ich mir ein paar Minuten die Beine vertreten, bevor ich mit Amystia die Pferde aus den Anhängern holen konnte. Dann richtete ich Mirabel und Faible wieder schnell her, indem sie noch einmal schnell putzte. Dann stürzen wir uns praktisch kopfüber in den Trubel des Hofes. 
Faible benahm sich während ich sie vorführt vorbildlich und ich hoffte inständig, dass es für eine gute Platzierung reichte. 
Meine Gebete wurden anscheinend erhöht, denn wir erreichten mit einer unglaublichen 8.1 den 3.Platz in der Stutenschau (3-8 Jahre). Ich bin sehr stolz auf meine kleine Maus und ihre tollen Platzierungen. 

11.08.2020-5:58
Der nächste Turniertag mit Ally
Auch wenn ich heute morgen fast aus dem Bett gefallen bin und zuerst das Gefühl hatte, dass ich mir tatsächlich den Knöchel verstaucht hatte - hatte ich aber nicht- war ich schon früh im Stall um Faible für ein weiteres Turnier fertig zu machen, zusammen mit Amystia, die auf Amira reiten würde. Wenn ich zu 100% ehrlich sein sollte, hatte ich ein verdammt mieses Gefühl was den heutigen Tag angeht. Normalerweise bin ich vor Turnieren und an Turnier Tagen konzentriert, versuche Amystias Anspannung zu lockern und bin höchstens etwas aufgeregt, aber selten, ich glaube noch nie hatte ich so ein mieses Gefühl dabei im Stall zu sein um Faible fertig zu machen. Faible schien mich wohl schon viel zu gut zu kennen und blickte mich während ich sie putzte immer wieder vorsichtig an, fast wie, als ob sie Angst "um" mich hätte. Ich hatte ja selbst gemerkt, dass irgendetwas mich beunruhigt, aber dass man es mir ansieht und selbst Faible es merkt. Das verunsichert mich noch mehr. Aber ich versuchte mir keine Gedanken zu machen und putzte meinen kleinen Liebling, dann flocht ich ihre Mähne ein und ließ sie ihr Lieblingsfutter aufmapfen. Auf der Fahrt schien Amystia nichts von meinem Unwohl sein zu merken, dass war auch gut so, denn verunsichern wollte ich sie auf gar keinen Fall. Als wir uns für die Dressurprüfung fertig machten, spürte ich, wie sich mein Puls zum Glück etwas beruhigte. Sobald ich mit Faible den Platz betrat versuchte ich bewusst alles auszublenden, da ich es irgendwie nicht mehr instinktiv tat. Nach einer relativ guten Dressurrunde, wartete ich noch Amystias und Amira Durchlauf ab und dann warteten wir auf die Platzierungen, da es diese schon direkt im Anschluss gab. Ich erreichte mit Faible ein gute, solide 6.9 und wir holten uns damit den 9.Platz in unserer Abteilung. Ich war sehr stolz und vergaß sogar alle Sorgen, die ich bis dahin mit mir herum trug, aber leider konnte dieser Moment nicht für immer dauern. Es ging direkt mit Springen A* auf Zeit weiter. Ich liebe es auf Zeit zu reiten, aber ich hatte es noch nie speziell mit Faible geübt und nach meinen Vermutungen her, ist Faible auch nicht sonderlich der Typ dafür. Die Stute wieherte nervös als sie merkte, dass es hier in diesem Springen nicht nur um die Sauberkeit der Sprünge ging sondern um mehr. ,Na toll' waren meine letzten Gedanken vor unserem Durchgang, jetzt waren ich und Faible verunsichert und ich wusste, dass während des Durchgang irgendetwas passieren würde. 
Die Zeit von uns war nicht gut, aber ich würde mir etwas vormachen wenn ich sagen würde dass ich glücklich wäre, eine Stange fiel und ich tastete gerade Faibles Beine ab um auf Nummer sicher zu gehen, dass alles okay ist. Ich hatte immer noch ein schlechtes Gefühl und das schlimme war, das nichts schlimmes passiert war und ich die Vermutung hatte, dass es doch nichts mit mir oder Faible zu tun hatte, sondern vielleicht mit jemandem anderen. Amira und Amystia rockten, in der Zeit den Parcour und gewannen den ersten Platz, ich bin wirklich, wirklich stolz auf die beiden. Wir machten uns jetzt auf die Heimreise, mal gucken was der Tag uns noch bringt... 

12.08.2020-14:37
Wassertraining und Parcourtraining mit Ally
Heute hatte ich wieder Training mit meiner fabelhaften Faible und ich freute mich schon darauf. Nachdem ich meine kleine Stute geputzt hatte, sattelte ich sie und trenste sie. Dann ging ich mit ihr auf den Reitplatz, auf dem ich einen lockeren A** Springparcour aufgebaut hatte. Ich bin echt stolz auf mich, dass ich es geschafft hatte diesen Parcour halbwegs vernünftig zu konstruktieren. Vom Start aus ging es auf eine 105 cm hohe Mauer zu, wenn man diese überwunden hatte, ging es nach einer links Kurve und insgesamt 15m auf einen einfachen 110cm hohen Sprung zu, Dann waren es 13m, auf denen 2 leichte Kurven geritten werden müssten, die einen zu einem 40cm Cavaletti führten, hinter dem es durch eine Rechtskurve und weiteren 7m auf ein 50cm Höhen Cavaletti zu ging. Darauf folgte eine weitere sanfte Rechtskurve, die sich auf insgesamt 10m ausdehnte, dann kam ein 80cm höher Kreuzsprung und auf diesen würde eigentlich nach 10m ein überbauter Wassergraben folgen würde, der 2.5m breit war. Den ersetzte ich durch das Hindernis, dass den Graben "überdeckt" (Höhe:105 cm) und einfach eine Abgrenzung bei dem Ende des Graben (bei 2.5 Meter) . Dann kam eine 13m Länge Strecke, die mit einer plötzlichen Rechtskurve endete, die führte zu einem 70cm breiten, 100cm hohen Steilsprung, der den Parcour beendete. Ich war etwas nervös, aber wie schaffen das schon. Ich führte Faible einmal durch den Parcour, um die Hindernisse zu prüfen, dann ritt ich Faible über das Hof gelände warm, da ich den Reitplatz zugebaut hatte. Ich trabte, ritt im Schritt, ritt Volten und ging dann wieder auf den Platz, wo ich noch je eine Runde Galopp pro Seite ritt. Dann ging es auch schon los. Die Mauer war kein Problem, genauso wenig, wie der Sprung, der darauffolgte. Auch die Cavaletti funktionierten gut, die Kurve vor dem Kreuzsprung ritten wir zu scharf, weshalb wir nicht über die Mitte bei dem Kreuzsprung sprangen, aber Faible rettete das noch und wir kamen sicher auf der anderen Seite an. Dann kam der improvisierte Wassergraben, den sie ohne eines Blickes zu würdigen fehlerfrei übersprang. Das letzte Hindernis, den Steilsprung übersprang sie auch fehlerfrei. Ich ritt den Parcour noch ein paar Male und merkte, dass Amystias Reitschülerin uns zuschaute. Dann räumte ich nach weiteren sehr guten Durchgängen alles weg und stellte eine Wanne mit Wasser hin. Ich führte, die mittlerweile abgesattelte und abgetrenste Faible an die Wanne. Vor ihr schien sie keine Angst zu haben und sie drank sogar daraus. Dann legte ich meine Hand ins Wasser und begann Faibles Fell etwas nass zu machen. Als sie es bemerkte zuckte sie kurz, doch dann fand sie es angenehm. Auch wenn ich das Wasser etwas auf ihren Rücken spritzte interessierte es sie nicht wirklich. Also nahm ich mir Einen Schwamm und begann Faible sanft und langsam abzuwaschen. Sie ließ es sich machen. Obwohl sie als sie komplett nass war sich einmal schüttelte und ich eine Menge Wasser abbekam. Es war ein toller Tag mit Faible und ich war stolz auf sie. Sie bekam ihr Lieblingsfutter und dann ging ich meine nasse Kleidung wechseln. 

13.08.2020-14:26
Im Gelände mit Ally
Während sich Amystia mit Classy herumschlug, beschloss ich, dass es pure Verschwendung wäre den Sonnenschein heute nicht auszunutzen und so stand ich kurzer Hand auf der Stutkoppel, um mir Faible zu schnappen. Nachdem ich sie fertig gemacht hatte, stieg ich auf und ritt zuerst im Schritt und Trab durch die wunderschöne Sandefelderlandschaft. Über die sanften und manchmal etwas steileren Hügel trabte wir mühelos und nach einiger Zeit erreichten wir einige gute Galoppwiesen. Ich galoppierte Faible an, hielt sie zuerst noch etwas an den Zügeln zurück, aber nach einigen Galoppsprüngen ließ ich sie dann im Leichtensitz laufen, was der kleinen, großen Stute sehr zu gefallen schien. Die Ohren waren nach vorne gerichtet und Faible schnaubte glücklich, als sie und ich über die Wiese galoppierten. Dann ritten wir noch über ein paar Straßen (im Schritt natürlich) und zu einem kleinen flachen Fluss zu kommen, der fast komplett still ist. Die Strömung ist hier wirklich schwach und es ist relativ ungefährlich. Ich stieg von Faible, die bei dem Geräusch des Wassers schon etwas unruhig wurde. Dann führte ich sie zum Fluss, aber ich Zwang sie zu nichts, es sollte freiwillig sein. Doch Faible traute sich mit den Hufen ins Wasser zu gehen und etwas darin zu laufen. Ich fand den Fortschritt mega toll und liebte die Stute überschwänglich. Nach einiger Zeit, ritten wir nach Hause und dort wusch ich Faible vorsichtig mit einem Schwamm ab, was sie allerdings über sich ergehen ließ. Dann hieß es nur noch trocken rubbeln und füttern. Danach konnte Faible wieder zur Koppel zurück.

14.08.2020 - 8:20
Springparcour mit Amystia
Heute ging es mal wieder zu der Maus, und nach dem Ruhetag gestern musste heute wieder gearbeitet werden. Und wie es sich für ein Springpony gehört, ging es an einen von mir eigens entworfenen Parcour, der über eine gewisse Schwierigkeit verfügt. Hübsch geputzt, mit poliertem Sattel und hellblauen, glitzernden Gamaschen stolzierten Faible und ich auf den Springplatz. Die Irritation über den Parcour war Faible deutlich anzusehen, als sie feststellte, dass sie ja gar nicht mit Vollspeed durch den Ablauf konnte, denn da lagen ja Trabstangen? Was sollte das denn jetzt? 
Der Parcour war folgendermaßen aufgebaut, mit Übungsschwerpunkt auf ein geregeltes Tempo:
Drei Trabstangen um eine Kurve bildeten den Anfang des Parcours, und mit 2 Galoppsprüngen ging es dann über das erste Hindernisse, ein 1m Steilsprung. Weiter führte der Weg dann mit einer Kurve nach außen und 4 Galoppsprüngen über ein 90cm hohes Kreuz, dann mit 6 Galoppsprüngen und einer weiteren Kurve über eine einseitig hochgelegte, 80cm hohe Stange. Dann eine Schärfe Rechtskurve zur Bande hin, um das nächste 80cm Kreuz gut anvisieren zu können. Durch die Ecke und dann kam schon der Schlusssprung, 105 cm hoch. Als letztes folgten danach zwei weitere Galoppstangen zum Ziel. 
Nach dem Aufwärmen ging es dann auch schon los über den Parcour des Niveaus A*, mit einer Maximalzeit von 68 Sekunden. Direkt nach unserem Start purzelte beim ersten Hindernis nach den Trabstangen auch schon die oberste Stange herunter, Faible war viel zu flach abgesprungen. Das Kreuz überlebte es, die nächste hochgelegte Stange auch. Aber als die Maus dann vor dem nächsten Kreuz stürmisch ihre Galoppade nicht verkürzte - nun ja, bei dem Kreuz passierte noch nichts, aber da sie zu spät abgesprungen war, musste der letzte und höchste Sprung daran glauben. Leider springt eine Faible aus allen Lagen, und so zog sie nicht die Notbremse, sondern sprang auch noch und nahm gleich zwei Stangen mit. Danach fing sie sich wieder und die Galoppstangen blieben an Ort und Stelle. Die Durchgänge danach waren unspektakulär, Faible nahm mal aus struddeligkeit eine Stange mitmehr passierte eher nicht. Die Zeit konnten wir immer einhalten und lagen meistens zwischen 64 und 67 Sekunden. 

15.08.2020-16:48
Wassertraining mit Ally
Ich muss ehrlich zugeben, dass ich sehr viel Verständnis für Faibles Wasserphobie habe. Ich selbst war als Kind einen komplette Wasserratte, aber nun mochte ich es selbst nicht mehr so ins Schwimmbad zu gehen, am liebsten wären mir Ausritt mit Amystia, in denen wir mit den Pferden ins Wasser gingen oder generell nur mit Amystia oder einem Pferd schwimmen zu gehen. Also schnappte ich mir Faible und putzte sie. Nachdem ich sie gesattelt und getrennt hatte ging es auch schon los. Nicht auf den Platz oder in die Halle, nein es ging ins Gelände. Wir ritten durch die wundervolle Landschaft und trabte einige Hügel hoch und runter. An einigen Wiesen galoppierten wir an und ab und an ließ ich Faible einen Hügel einfach hochlaufen, ohne wirklich dagegen zu halten. Die Ponystute wusste das zu schätzen und benahm sich dabei auch ganz brav weshalb wir schon nach einiger Zeit praktisch dauerhaft galoppierten. Nicht das ich mich beschweren würde,so konnten wir noch die Ausdauer der Maus weiter trainieren. Endlich kamen wir am Fluss an. Ich kannte diesen Fluss und ich ging mit Faible am Zügel zu einer sachten Stelle, an der ich mich bis zu den Knöchel ins Wasser stellte. Faible, die am trockenen Ufer stand und mich misstrauisch beäugte bemerkt das Stückchen Karotte in meiner Hand und streckte ihren Hals, sodass sie das Stückchen aus meiner Hand klauen konnte. Ich ließes zu, den erstens hielt das das Vertrauen zwischen uns aufrecht und zweitens bekam Faible dadurch ein paar einzelne Tropfen auf ihr Gesicht. Dich diese schienen sie nicht zu stören, denn sie kaute zufrieden auf der Karotte. Ich lobte sie mit meiner Stimme und ging einen vorsichtigen Schritt nach hinten. Faibles Aufmerksamkeit lag schlagartig wieder auf mir. Ich hielt die Zügel locker, sodass ihr die Wahl blieb, ob sie mir folgen wollte oder nicht. Ein weiteres Stückchen Karotte lag auf meiner Hand und die Stute streckte sich wieder, doch ich war knapp aus der Reichweite. Vorsichtig ging sie einen kleinen Schritt nach vorne und streckte sich wieder. Schon war die Karotte wieder in ihrem Maul. Ich lobte sie wieder mit der Stimme und ging nach hinten. Das Spiel wiederholte sich und jetzt musste Faible um an die Leckerei heran zu kommen ins Wasser. Sie ging einen zu großen Schritt vor und ihre Hufe kamen mit etwas zu viel Kraft auf dem Wasser auf, sodass Faible erschrak und mich mit sich selbst zurückzog. Unsanft landete ich am Ufer und rieb mir meinen Po, da dieser wieder mein ganzes Gewicht abbekommen hatte. Ich wollte gerade aufstehen, als ich auf einem Stein ausrutschte und nach hinten in den Fluss fiel. So was passierte auch echt nur mir oder? Ich rieb meine Arme und war froh, diese flache Stelle zu haben, sodass das Wasser mir im Sitzen nur knapp über den Bauchnabel ging. Als ich aufsah, sah ich wie Faible sich Todes mutig ins Wasser stürzte und zu mir kam. Besorgt wiehernd dr<ckte sie sanft ihre Schnauze an mich und ignorierte das Wasser vollkommend. Ich beruhigte die Stute, lobte sie und erst als sie entspannte, stand ich auf und stütze mich etwas an ihr ab, da mein Steißbein weh tat. Zusammen stiegen wir aus dem Wasser und ich lobte Faible anschließend wieder. Die Stute brummte zufrieden, als sie sah, dass es mir gut ging, ich konnte sie aber nur überglücklich in den Arm nehmen, wie hatte ich mir ein so tolles Pferd verdient, dass seine größte Angst für mich überwand, nur um zu sehen ob es mir gut ging? Ich stieg nach einer Weile wieder auf und klitschnass ritten wir heim. Dieses Mal aber ohne zu galoppieren. Zuhause gab es für Faible ein Trockenrubbeln und ich machte ihr ein leckeres Futter, mit vielen Mineralien und Vitaminen, nicht dass sie mir noch krank wird. Die ganze Zeit über lobte ich sie oder umarmte ihren Hals, während sie mich manchmal anbrummte, als wollte sie sagen "Ich habe dich auch lieb". Nachdem essen ging es für Faible auf die Koppel und dann musste ich meine Kleidung wechseln gehen, da ich aussah wie ein begossener Pudel. Mein Steißbein tat nach ein paar Stunden auch nicht mehr so weh und ich hoffte, dass der Schmerz morgen weg ist. 

17.08.2020-15:28
Der Wassergraben mit Ally
Nachdem ich gestern das Turnier zum Glück ohne Steißbeinschmerzen antreten konnte, musste ich ja noch heute den Stress mit Classy <ber mich ergehen lassen. Ich hatte wirklich Angst um die Stute und habe es immer noch, aber jetzt steht Faible im Vordergrund, die heute wenn alles gut geht ihren ersten Wassergraben überwinden sollte. Gestern im Turnier steigt sie sich von ihrer besten Seite und erreicht einmal den 2. Und einmal den 6. Platz. Bevor ich jedoch Faible von der Koppel holen ging machte ich mir die Mühe und trappierte in die Reithalle einen echten 150x50 cm großen Wassergraben. Ich glaube damit hatte ich die tägliche Portion Sport außerhalb des reiten schon ausgeschöpft. Als ich gerade die Koppel erreichte kam mir ein riesiger Flummi entgegen gehüpft. Der Flummi, besser bekannt als Faible, galoppierte fröhlich auf mich zu und hüpfte gelegentlich in die Höhe, als gäbe es überall imaginäre Hindernisse, die es zu überwinden gilt. Nachdem sie ihren eigenes ausgedachten Niveau S* Parcour (Ironie aus) überwunden hatte, kam sie stolz zu mir und begrüßte mich mit einer großen Dosis Faible Liebe. Zuerst brummte sie, dann stuppste sie mich zart an und dann schlechte sich über meine, zum Glück, alte Jacke und wieherte entzückt über die Tatsache, dass ich hier gerade wirklich vor ihr stand. Nachdem wirklich süßen Begrüßungskomitee und auch einem langen knuddeln meinerseits, machten wir uns auf dem Weg zum Putzplatz. Danach ging es auf direktem Weg zur Reithalle und ich ließ Faible erts einmal 10 min durch die Halle trotzen, damit sie merkte, dass aus dem Wassergraben kein riesiges Seeungeheuer herauskam. Auf die 10 minütige Eingewöhnungszeit folgte das Warmreiten, dass ich mit vielen, teils sehr schweren Hufschlagfiguren vereitelte und so auch etwas die Konzentration der Ponystute trainierte. Nachdem ich wirklich sicher war, dass die Muskeln gut gewärmt waren, baute ich mir zwei Cavaletti auf und sprang über die 35 cm und 45 cm Sprünge. Doch Faible guckte diese Minisprünge nur schräg an und sprang ohne mit der Wimper zu zucken darüber. Etwas anderes hatte ich auch nicht erwartet. Dann ging es für uns aber zum Hauptgegner, dem Wassergraben. Ohne viel weiterer Zeit zu verschwenden, ritt ich mit Faible nah an dem Wasser vorbei und die Stute nickte am Anfang noch etwas nervös mit ihrem Kopf, doch noch der siebten Runde um den Graben ließ sie das sein und sie interessierte sich eher für eine Fliege, die uns anscheinend besuchen kam. Dann kam der Moment der Wahrheit ich ritt das Hindernis an, Faible machte eine gute Arbeit. Die Stute scheute nicht vor dem Sprung, wir flogen, landeten unbeschadet hinter dem Hindernis und... Faible rutschte mit ihren Hufen weg und sowohl ihr Pferdekörper, wie auch mein eigener landeten im Sand. Aber um ehc zu beruhigen, Faibles Ausrutscher hatte keine dramatischen Folgen, denn direkt nachdem ich mich hoch gehievt hatte, tastete ich Faible ab, die keine Schmerzen zu haben schien. Nach einigen Minuten lief sie wieder durch die Halle und ohne mich auf ihrem Rücken wollte sie es diesem fiesen Wassergraben zeigen. Faible nahm Anlauf und sprang ab. Sicher landete sie bei mir und wieherte Stolz, während sie ihre Mähne ausschüttelte und mit erhobenen Haupt zu mir zurückkehrte. Zum Glück überwand die Stute ihre Angst und sie wurde nicht größer durch den Sturz. Alles in allem kamen wir noch glimpflich davon und ich beendete auch das Training mit einem leckeren Birne, Futterrübe - Kraftmix in den ich noch etwas Luzerne rührte. Dann hieß es für Faible nur noch abauf die Koppel und dass ließ sie sich nicht zweimal sagen. 
Ps: Die Koppel stand zu dem Zeitpunkt noch und alle grasen friedlich nebeneinander. Die Ruhe vor dem Sturm. 

18.08.2020-13:47
Geländeritt mit Wasserschlacht mit Ally
Obwohl ich schon heute einmal im Gelände war, beschloss ich mit Faible auch auszubreiten, da sie sich etwas von dem gestrigen Kampf mit dem Wasseemonster erholen sollte. Nachdem die Ponystute fertig war, stieg ich auf zu wir ritten zunächst über die nahen Wiesen. Ich ritt viele Tempowechsel und auch Volten und Kurven, damit sich Faibles Aufmerksamkeit nicht so sehr auf den nächsten Schmetterling oder Grasbüschel legte. Auch etwas wie Schenkel weiche und Schulterherein übten wir, während wir über die nicht ganz ebenen Wiesen des Veslandes ritten. Nach einiger Zeit wechselten wir in einen etwas schnelleren Trab und mit diesem ging es die Hügel hoch. Oben angekommen ging es mit unserem "Training" weiter, was für die Geländebedinungen wirklich gut verlief. Nach einiger Zeit kamen wir an einem See an, von dem Faible komischerweise wie magisch angezogen zu sein schien. Mit mir auf dem Rücken ging sie durch die flachen Teile des Sees und spritzte mit etwas Wasser herum, als hätte sie noch nie etwas anderes gemacht. Nach einiger Zeit ritten wir dann schließlich doch "nur" am Uferentlang und galoppierten noch etwas. Dann hieß es aber auch bald wieder, dass wir uns auf den Heimweg machen mussten und damit beendeten wir diesen entspannten und wunderbaren Ritt. Im Stall entwickelte sich aber zwischen mir und Faible noch eine erbitterte Wasserschlacht, die mit einem unentschieden ausging. Später musste ich - klatschnass- noch die mittlerweile trockene und gefütterte Faible auf die Koppel bringen. Dann gab es für mich nur noch eine heiße Dusche, da sich Amystia heute um Classy kümmern sollte. 

19.08.2020-5:19
Der Turniermarathon mit Ally
Die nächsten Tage und Wochen werden für mich, Amira, Faible und Amystia wohl sehr anstrengend werden, da mit dem heutigen Turniertag unser Turniermarathon eingeleitet wurde. Heute würde es aber etwas entspannter sein als sonst, da wir nur mit Faible und Amira je ein Turnier gehen und mit Mirabel und Calido Freispringen. Nachdem ich eine etwas zu aufgeweckte Faible  von der Koppel nahm und zum Putzplatz brachte, hieß es die Stute möglichst sauber zu bekommen. Nach einer Weile beruhigte sich Faible auc wieder, während ich fleißig ihren gesamten Körper putzte und auch ihre Mähne und ihren Schweif sorgfältig pflegte. Danach musste ich erst noch Faibles Bandagen suchen gehen, was mich wertvolle Zeit kostete, weshalb ich als ich die Bandagen endlich gefunden hatte wortwörtlich aus der Sattel kam er herausflog. Faible schaute mich etwas irritiert an, wie kann es sein, dass sich jemand so oft ablegt? Etwas genervt stand ich dann auf und klopfte meine Hose ab, während mein kleiner Liebling mich beruhigend anbrummte. Sie weiß wirklich wie man mich wieder beruhigen kann, wenn ich mich mal wieder zu sehr aufrege. Nachdem ich der Ponystute dann ihre Bandagen angezogen hatte und so wohl Mähne, als auch der obere Schweif zufriedenstellend eingeflochten waren bekam Faible ein leckeres Kraftfutter mit etwas Futterrübe. In der Zeit, inder die Stute vor sich hin mampfte nahm ich ihre Trense und Ihren Sattel und lagerte alles ordentlich ein. Dann kontrollierte ich noch dass auch ich alles was schon im Auto sein sollte da hatte. Hatte ich ausnahmsweise mal. Bald könnten wir uns schon auf den Weg zum Turnier machen und hoffentlich läuft alles gut. 
-Zeitsprung-
Am Turnierort angekommen, nahm ich nach Amystia Faible aus dem Anhänger und führte die Stute etwas über das Gelände,bevor wir uns wieder in die Turniervorbereitungen stürzten. Die Zeit verging wie im Flug und schon befand ich mich auf Faible und ritt sie ordentlich warm. Nun kam unsere Kategorie an die Reihe und bevor wir in den Parcour starteten wiederholte ich den mittlerweile schon zum Ritual gewordenen Satz "Du kannst das Kleine!" und dann waren wir schon im Parcour unterwegs, mal gucken was dabei herauskommt... 

20.08.2020-16:17
Geländeritt mit Ally
Heute ging es mit Faible ins Gelände, genauer gesagt wollte ich zu dem See in der Nähe des Hofes reiten, um noch etwas an der Wasserangst von meinem Liebling zu Arbeiten. Bewaffnet mit Halfter und Strick ging ich zur Koppel und rief über die Kleine. Sofort kam sie mit wehender Mähne angaloppiert und kam gleich mit zum Putzplatz. Nachdem ich die Stute reitfertig gemacht hatte, stieg ich auf, entschuldigte mich leise bei meiner Schwester, die wenn sie mein Chaos sehen könnte, dass ich hier gerade veranstaltet hätte, wahrscheinlich einen Herzstillstand erleben wird und dann ging es weg vom Gestüt. Da ich keine Lust hatte direkt zum See zu reiten, beschloss ich einen Umweg einzulegen. Es ging im Schritt über die Wiesen und Hügel, wobei wir auch gelegentlich in einen angenehmen Trab wechselten. Ab und an hielten wir auch an, damit ich mir irgendwelche verschiedene Sachen angucken konnte. Schließlich ließ ich Faible noch über eine Fläche Wiese galoppieren. Im Renngalopp. Es war nur fürs Protokoll keine sooooo gute Idee. Nach den ersten Sprüngen hatte ich mich auf den Galopp eingestellt und ich ließ zu, dass sich die Stute etwas auspowerte, dann kam aber wieder ein etwas steilerer Hügel und ich lenkte Faible im Galopp hinauf. Nach etwas einigen Strapazen kamen wir schon etwas sehr ausgepowert oben an und der restliche Weg wurde im Schritt zurückgelegt. Am See angekommen saß ich ab und führte Faible zu dem flachen Teil des Sees. Wie immer gingen wie Schritt für Schritt ins Wasser, nur so tief wie Faible wollte. 2 Wunder geschahen: Nummer 1- Ich war nicht hingefallen, was ein riesen Wunder ist. Nummer 2- Faible ging bis zu den Schultern ins Wasser! Zusammen wateten wir etwas durch das Wasser und währenddessen lobte ich Faible sehr viel. Danahc ging es aber leider schon wieder in Richtung Hof, doch auf dem Heimweg ließen wir den Galopp weg und Trabten nur an manchen Stellen. Zum abrunden des Ausritts bekam Faible ein energiereiches Müsli mit Luzerne und Kraftfutter sowie einigen Vitaminen. Dann dürfte die Hübsche schon wieder auf die Koppel, wo sie sich direkt unter einem Baum zu Flucht suchte und anfing zu dösen. 

21.08.2020-8:10
Geländetraining mit Amystia
Heute hat mir meine liebe Schwester mal wieder die tolle Faible überlassen, und so habe ich mir mal wieder etwas neues, ausgeklügeltes mit Faible überlegt. Damit meinte ich, da unsere Stute ja ein Engel war und auch im Umgang nur lieb ist, könnte ich ja mal versuchen mit Faible zusammen etwas Neues zu lernen. Und zwar sollte das Geländetraining auf einer CC-Anlage in der Nähe werden. Dort waren Lehrer und sonstiges stationiert, sodass ich die Stute nur mitnehmen brauchte und dort dann eine Geländespringstunde nehmen könnte. Also machte ich die Maus fertig, lud sie ein und dann tuckelten wir los Richtung Übungsstation. 
Endlich angekommen, lud ich Faible aus, zog mich um und machte sie fertig. 
Wir würden die ganz leichte Route nehmen, die nur sieben niedrige, aber feste Hindernisse aufwies. Die Länge war 1km, diese Strecke zu schaffen war das Tagesziel. Schnell machten Faible und ich uns warm, bevor es losgehen würde. Die Strecke zu schaffen würde uns beiden viel abverlangen, physisch und psysisch. Wir ritten mit Helmkamera, um nach dem Training Feedback bekommen zu können. 
Auf Startsignal der Stoppuhr ging es los und Faible schoss los wie ein Blitz, sodass ich sie vor dem ersten Hindernis auf einer geraden Wiese zurückhalten musste. Das erste Hindernis, ein liegender, niedriger Baumstamm, sprang die Stute ohne Mühe, und weiter ging es einen Hang hoch. 
Auf dem Hang wartete ein Buschhindernis auf uns, sodass es Faible viel Kraft kostete, dieses zu überspringen, bevor es wieder bergrunter ging. Dabei hielt ich den Schimmel zurück und dankte Gott, dass ich Faible Stollen unter den Hufeisen befestigt hatte. Danach folgte ein ebener, breiter Waldweg, auf dem eine Zweierkombination aus Holz stand, die unsere Hübsche ohne Mühe übersprang. Ein Viertel der Strecke und die Hälfte der Hindernisse hatten wir bereits geschafft und da die Zeit gut war, nahm ich Faible noch mal zurück und ließ sie im ruhigen Arbeitsgalopp den restlichen Waldweg entlang laufen, schließlich hieß es Kräfte sparen für die Galoppstrecke. Am Ende des Waldwege stand schon das nächste Hindernis auf einer großen Wiese bereit, ein ca ein Meter hoher Zaun, der die 400 Meter lange Galoppstrecke einleitet. Energisch und voller Energie übersprang Faible dieses Hindernis und fiel auf mein Kommando hin in den Renngalopp, den sie tatsächlich bis zum Ende der Galoppstrecke hielt und durchzog. Der Wind im Gesicht tat bei diesem Tempo schon weh und mein Pferdeschwanz löste sich in nichts auf, aber das war nebensächlich. Die letzten hundert Meter brachen an, und es fehlten noch zwei Hindernisse: Ein Wassergraben und eine Bank. 
Ohne mir großartig Gedanken zu machen oder an Faibles Wasserangst zu denken, gab ich vor dem Wassergraben einfach normale Sprunghifen, woraufhin die Stute erst einmal eine Vollbremsungen einlegte und dann aus dem Stand das Hindernis übersprang,im Wasser landete, irritiert weiterlief und mit einem rekordreifen, unkontrollierten Satz die Bank übersprang. Bei der anschließenden Zielgeraden fing sie sich aber wieder und wir erreichten mit einem letzten Sprint glücklich das Ziel. 
Meine Fehler zähle ich an dieser Stelle mal nicht auf, aber Faible hatte viele Situationen toll gelöst und wir konnten glücklich nach Hause fahren. 

22.08.2020-17:48
Im Gelände mit Wassertrainerin Ally
Da Faible nicht zu Letzt dank Amystia, aber auch mir eine Liebe für das Gelände entwickelt hatte und ich gerade keine Nerven mehr für einen komplizierten Springparcour oder irgendetwas in Richtung Dressur hatte, entschied ich mich zu einem entspannten Ritt in das Gelände. Mir fällt gerade auf, dass nicht nur Faible eine Liebe zum Gelände entwickelt hatte, auch ich bin immer öfter dort, aber am liebsten mag ich es mit Faible im Gelände zu sein. Ich stand mit Halfter und Strick vor der Koppel und wollte gerade meinen Mund aufmachen, um Faible zu rufen, als ein grauer Blitz auf mich zu geschossen kommt. Der Blitz alias Faible blieb kurz vor dem Zaun Stehen und begrüßte mich überschwänglich. Ich zog dem Pony das Halfter an, musste aber nicht den Strick festmachen, da Faible, bevor ich dazu eine Chance hatte, aus der Koppel schlüpfte und mich erwartungsvoll ansah. Seufzend folgte ich der Stute zum Putzatz, während ich lächelnd den Kopf schüttelte, mit dieser Stute hatte ich wirklich einen guten Fang gemacht. Statt das Faible am Putzplatz aber stehen blieb marschierte die Stute in die Sattelkammer etwas panisch folgte ich ihr und stellte dabei fest, wie sie die Futterkammer einfach ignorierte. Bei den Putzsachen angekommen schaute mich Faible an und schnaubte belustigt, wahrscheinlich schaute ich gerade verwirrt und verwundert zu gleich aus. Lachend schnappte ich mir Faibles Putzkoffer und ging zusammen mit der Stute zum Putzplatz, wo ich die abenteuerlustige Faible erst einmal ordnungsgemäß anband. Bitte lass Amystia diesen Spaziergang nicht gesehen haben. Nach dem Putzen und trensen, sowie satteln stieg ich auf die Ponystute und wir ritten gemeinsam in den Sonnenuntergang. Ok, nein das taten wir nicht, denn es war noch viel zu früh für einen Sonnenuntergang. Im Trab ging es über Hügel und im Galopp über die geraden Wiesen.ab und an parieren wir in den Schritt um Straßen und ähnliches zu überqueren,doch meistens blieben wir in den flotteren Gangarten. Nach einiger Zeit erreichten wir den Fluss und Faible ging FREIWILLIG in den Fluss, bis zu den Schultern, mit mir auf dem Rücken. Verwundert, glücklich und stolz war ich über das Verhalten der Stute und dank dem Gefühlschaos war ich auf Faibles Rücken bis zu den Oberschenkel im Wasser. Lachend lenkte ich die Ponystute wieder zum Trockenen und noch ein paar weiteren Wasserübungen kehrten wir wohlbehalten zum Gestüt zurück. Faible durfte wieder auf die Koppel und ich legte mich mit einer Tüte Chips und einem Film auf das Sofa und wartete auf Amystia, da wir einen Filmeabend machen wollten. 

24.08.2020-5:17
Lasset die Turniere beginnen!
Hey, Ally hier! Heute ging es für mich und Amystia zum ersten Turnier dieser Woche und glaubt mir, wenn ich sage, dass dieses Turnier nicht das einzige für die Woche sein wird. Eigentlich war es heute ja noch etwas entspannter, da jediglich Amystia mit Amira ein Turnier in Dressur-A hatte und alle anderen Ponys, sprich Faible, Mirabel, Olympia und Moony kamen nur wegen der Stutenschau mit. Calssy blieb mit Calido und Emily auf dem Hof, aber ich hatte mit der Reitschülerin abgemacht, dass ich Classy heute Abend nachdem wir wieder hier waren versorgen würde. Classy an ihren schlechten Tagen konnte ich der 16 Jährigen einfach noch nicht zumuten. Aber jetzt ging es ja nicht um Classy oder eines der anderen Ponys. Hell wach (im Gegensatz zu Amystia) lief ich mit einem Halfter und eine Strick zu der Koppel der Stuten um mir mein Lieblingspony zu schnappen. (Obwohl ich alle, auch Calido und Classy, ganz dolle lieb hab und keinen sehr stark herausstechenen Liebling habe) Am der Weide angekommen, hatte ich keine Zeit auch nur meinen Mund zum rufen zu öffnen, als auch schon meine Größe vor mir stand und mich freudig begrüßte. Lächelnd öffnete ich die Weide und legte der Stute locker das Halfter um, dann ging es ohne Probleme zum Putzplatz, wo ich dann zum Putzen das Halfter richtig fest machte und Faible am Strick anband. Nach einer langen, intensiven Putzeinheit, war ich voller Staub und Faible sauber, wie noch nie. Ich flochte die Mähne und den Schweif der Stute ein, nachdem ich sie mit Haarpflege behandelt hatte. Die Hufe pinselte ich mit einem neuen Huföl ein und mit einem kleinen Schwämmchen reinigte ich die empfindlichen Stellen des Pferdekörpers. Dann legte ich Faible Bandagen an und sammelte alles was ich zur Schau brauchte zusammen, um es in das Auto zu legen. 
-Zeitsprung-
Nachdem alle Pferde, die heute benötigt werden, in den Anhängern untergebracht gebracht wurden, fuhren wir auch schon los. Während der Fahrt telefonierte ich noch mit der Reitschülerin, die eigentlich mit Moony und mir eine Reitstunde am Abend hatte, um ihr abzusagen, da ich noch Classy machen musste. Glücklicherweise wollte die Mutter mir sowie so auch absagen, da meine Reitschülerin einen Arzttermin hatte und die Woche keinen Sport machen durfte. 
-Zeitsprung-
Wir kamen an, endlich. Ich hätte keine weitere Sekunde länger ruhig sitzen können. Glücklich sprang ich aus dem Auto und lief ein paar Schritte, um wieder Gefühl in meine Beine zu bekommen. Danach ging es ans Pferde ausladen und wiederherrichten der Ordnung und Sauberkeit im Anhänger Un der Pferde. Zuerst hatte Amystia ihre Dressurprüfung und dann kam die Schau. Als ich mit Faible an der Reihe war, kam unser kleines Ritual wieder, bevor wir dann in das große Viereck traten. Am Ende erreichten wir den tollen 10. Platz und wir konnten zufrieden nach Hause, wo die Stuten alle sofort auf die Koppel durften. 

25.08.2020-5:09
Im Turnier Rausch mit Ally
Kurz nachdem Amystia das Haus verlassen hatte, stahl ich mir in der Küche einige von ihren Schokoriegel und aß drei davon auf. Wenn meine Schwester schon vor mir im Stall war, sollte auch ich etwas davon haben können, oder? Mit vollem Schokobauch machte ich mich auf den Weg in den Stall und beschloss, dass wir schon knapp mit der Zeit waren. Ich brachte Amystia nach einigen Minuten endlich dazu sich zu beeilen und danach konnte ich beruhigt zu Faible auf die Koppel gehen. Auf dem Weg dorthin sah ich schon von weitem die hübsche Schimmelstute auf mich warten und spontan beschleunigte ich meine Schritte, bis ich endlich am Zaun der Koppel stand. Fröhlich wiehernd kam auch Faible in einem flotten Trab die letzten Schritte zu mir gelaufen. Ich kletterte zu ihr in die Koppel und vergrub mein Gesicht in ihrer seidenen Mähnenpracht und ich spürte das glückliche brummen der Stute noch bevor man es hören konnte. Leider mussten Faible und ich nach ein paar Minuten die Weide wieder verlassen und zusammen gingen wir zum Putzplatz, von dort uns eine fröhliche Amira entgegen blickte. Die Stuten begegneten einander zwar mit Respekt, aber trotzdem begrüßten sie sich mit einem vertrauten, freundlichen brummen. In leichter Eile machte ich Faible fertig und räumte den Putzplatz unter der strengen Aufsicht von Amystia wieder ganz ordentlich auf. Heute hieß es für mich und Faible ein Zeitspringen A* und ein Stil Springen in E zu überleben. Gut gelaunt machten Amystia und ich uns zusammen mit den 4 Ponys auf, die wir für heute Turnier fertig machen mussten. Los geht's zum Turniertreff, an dem es als wir ankamen schon einiges los war. Viele Pferde wurden hin und her geführt und es gab kleine Essenstände, an denen man sich für billige Preise kleine Snacks kaufen konnte. Lächelnd brachte ich meinen Liebling aus dem Wagen und nahm auch gerade Mirab noch mit, die heute im Freispringen starten sollte. Mit einigen geschickten Handbewegungen machte ich sowohl Faible als auch Mirabel turnierbereit und zog mich selbst auch noch um. Nervös ging es dann zuerst mit Mirabel und dann schließlich mit Faible an den Start. 
'Du kannst das Kleine!' 
-Zeitsprung-
Bei dem Zeitspringen machten sowohl Faible, als auch ich einige verhängnisvolle Fehler, die uns schließlich auf den 29. Platz brachten. Dafür lief es im E-Springen besser und wir erreichten einen guten 17. Platz. Heute war wohl wirklich nicht unser Tag, aber immerhin sind diese Turniere sehr anstrengend und das Entschuldigt in gewisserweise die Unachtsamkeits Fehler. 

26.08.2020- 5:01
Turniere über Turniere, weitere Wettkämpfe mit Ally
Fröhlich hüpfte ich heute morgen an einer müden Amystia vorbei und kam geschlagene 4 Minuten vor ihr im Stall an. Lächelnd beobachtete ich wie Amira Amystia etwas auf unterste und sanft "weckte", während meine Schwester die Ponystute putzte. Die beiden waren so süß zusammen. Kopfschüttelnd aber immer noch lächelnd machte ich mich nach einer Weile auf, zur Koppel. Wiehernd kam ein grau-weißer Blitz auf mich zu gelaufen und begrüßte mich stürmisch. Gut, dass meinem Liebling die Auszeit nach dem Turnier gestern gut getan hat, ich könnte mir keine müde Faible vorstellen. Niemals. Nachdem wir unsere tägliche Kuschelrunde beendet hatten zog ich Faible lediglich das Halfter locker über und verschlossen es nicht richtig. Für diese Nachlässigkeit würde mich Amystia normalerweise köpfen, aber heute war alles so viel entspannter und im Falle von Amystia verschlafene, dass es eigentlich egal war. Faible ging brav am lockeren Zügel mit und ließ sich nicht von dem Halfter irritieren. Brave Stute. Am Putzplatz schloss ich das Halfter wieder, da Faible ihr Futter bekam und da verstand die Stute kein Spaß. Kopfschüttelnd schaute ich zu wie sie über ihr heutiges Apfel-Futterrübe-Futter herfiel. Danach befasste ich mich mit dem Putzen der Stute. Warum hatte ich sie entgegen Amystias Rat wieder auf die Koppel gestellt? Nachdem meine Schwester und ich die beiden Ponys ordentlich in dem Anhänger verstaut hatten, ging es auch schon los. 
-Zeitsprung-
Am Turnierort ging es zunächst ans wieder herrichten der Ponystute und dann konnte ich mit dem Warmreiten beginnen. Alles klappte gut und ich hatte kein schlechtes Gefühl bei der Sache. Nach unserem kleinen Ritual starteten Faible und ich energiegeladen in den Parcour. Es endete mit einem tollen 9. Und einem 13. Platz und einer noch immer übermotivierten Faible, weshalb ich bevor wir wieder nach Hause konnten, die Stute erst einmal einige Runden auf dem Platz auspowerte und im gestreckten Galopp ritt. Danach war meine Maus plötzlich etwas ruhiger und kaute genüsslich an dem Heu, das wir für die Rückfahrt da hatten. 

27.08.2020-5:02
Faible das "Pferd" mit Ally
Es ist ja kein Geheimnis, dass Faible ein etwas groß geratenes DRP ist, aber heute nahmen wir an einem Turnier teil, bei dem in den Ponyklassen nur Ponys unter 149 cm teilnehmen durften.und naja da Faible diese Angabe überstieg meldete ich sie einfach bei den Pferdeprüfungen. (Natürlich nach Absprache mit dem Veranstalter) 
5 Uhr morgens. Nicht schon wieder! So langsam gewöhnt sich mein Körper an diese Uhrzeit und ich befürchtete, dass mein Körper bald nach den Turnieren noch weiter immer dann bereit war aufzustehen. Nach dem Frühstück schaute ich auf mein Handy und brauchte kurz, um die Buchstaben entziffern zu können, die eine Benachrichtigung von meinem Kalender beinhalteten. Dort Stand in irgendeiner verschnörkelten Schriftart: TURNIER AMIRA & FAIBLE!!! 
Kopfschüttelnd legte ich mein Telefon wieder weg und schnappte mir standdessen meine Reitstiefel, um schbellst möglich zum Stall zu laufen. Dort angekommen schnappte ich mir Halfter und Strick von meinem Liebling und rannte hoch zur Koppel. Kurz vor meinem Zeil bremste ich jedoch und musste mich mit einem schnallen Schritt begnügen. Faible und sie anderen Stuten lagen bequem auf dem Gras und dösten. Lachend kletterte ich auf die Koppel und stupste Faible sanft an. Keine Reaktion. Ich probierte es wieder, diesmal an der Schulter und mit ein wenig mehr Druck. Keine Reaktion. Kopfschüttelnd versuhcte ich es noch einmal. Aller guten Dinge sind 3 oder? Auch diesmal zeigte meine Schlafmütze keine Reaktion. Ich fing an mit der Stute zu reden und stupste sie ab und zu wieder sanft an, weshalb sie nach guten 30 Minuten endlich verschlafen die Augen öffnete und mir entgegenblinzelte. Nach einer schläfrigen Begrüßung schleppte ich die Stute zum Putzplatz, machte sie fertig, während sie aß und stellte sie dann schon mal in den Anhänger, während ich alles fertig vorbereitete. Als Amystia dann mit Amira da war tuckerten wir los. 
Am Turnierort bereitete ich mich mit Faible besonders gründlich vor, denn ich war gespannt, wie Faible die Herausforderung meistern würde, genauer gesagt wie die Herausforderung überhaupt aussehen würde. Schließlich ging es für uns zwei Mal in den Parcour und dann konnten wir unsere Ergebnisse abholen gehen:
Springpferde A** (4 bis 6 Jahre): 4.Platz
Zeitspringprüfung Klasse A**, Abteilung 1: 8.Platz
Stolz lobte ich die Stute und verwöhnte Faible zu Hause mit ihrem Lieblingsfutter. 

28.08.2020

29.08.2020-8:17
Training mit einer halbtoten Ally
Heute morgen wachte ich, wie erwartet um 5 Uhr auf und starrte Ringe Minuten einfach nur meine Zimmerdecke an. Das könnte nicht war sein. Verschlafen rieb ich meine Augen und drehte mich auf meine linke Seite. Leise betete ich, dass ich wieder einschlafen würde, denn wenn ich noch müder werden sollte, als ich jetzt schon war und aufstehen würde, wenn ich noch 2 Stunden zu schlafen hatte, dann könnte mich Amystia später einsammeln gehen und in die Mülltonne werfen. Denn dann wäre ich zu nichts mehr zu gebrauchen. 
Nach etwa einer halben Stunde gab ich auf. Zugegebenermaßen etwas wütend zog ich meine Sportklamotten an und stopfte mein Handy mit den Kopfhörern in meine Tasche. Auf Zehenspitzen schlich ich aus dem Haus und begann ziellos los zu joggen. Währenddessen hörte ich Musik und lief im Rhythmus des Songs der gerade abgespielt wurde. Aber da ich gerade aufgebracht war lief ich zu schnell und nach einiger Zeit war meine Kondition am Ende. Keuchend beugte ich mich etwas vor und stütze mich auf meine Knie,während ich die Landschaft begutachtete. Ich war weit gekommen, weiter als ich zunächst gedacht hatte. Ich stand am Anfang eines kleinen Ortes, der noch sehr verschlafen aussah. Das war auch kein Wunder, es war vielleicht 7 Uhr oder so. Langsam ging ich durch die Straßen und schaute mich neugierig um, als ich eine kleine Bäckerei entdeckte suchte ich in meinen Taschen etwas Geld zusammen und kaufte mir bei der etwas älteren, freundlichen Dame namens Betty einen Kakao und etwas zu essen. Nach einem kurzen Gespräch trat ich den Heimweg an und aß und trank unterwegs was ich gekauft hatte. 

Als ich auf dem Hof ankam wirkte dieser immer ich verschlafen und ruhig, aber ich wusste, dass ich sowie so nicht mehr einschlafen würde und löhnen würde es sich auch nicht mehr. Kurzerhand schnappte ich mir Strick und Halfter von Faible und machte mich auf zur Koppel, auf der alle Pferde noch verschlafen standen. Wie süß unsere kleinen Ponys da aussahen. Lächelnd näherte ich mich der Schimmelstute, die gelassen döste und begann einige Meter entfernt schon etwas zu reden. Ich beobachtete grinsend wie Faibles Ohren sich aufstellen und zu mir gedreht wurden. Dann öffnete sich ein Auge etwas und als sie mich erblickte, öffnete es sich ganz, genauso wie das andere auch. Fröhlich brummelnd kam die Hübsche auf mich zu und über rückte so mit die letzten Meter zwischen uns. Zwar schaute sie mich kurz schräg an, wegen meinen Sportklamotten, aber sie schien viel mehr Begeisterung daran zu finden, die Jacke abzuschlecken und mich sanft anzustupsen, als irgendwie steif dazu stehen. Ich konnte mein Lachen nicht mehr zurück halten und umarmte die Stute, die es freudig über sich ergehen ließ. Dann zog ich ihr ein Halfter über und wir gingen bequem zum Putzplatz. Nachdem Faibles Fell glänzte, und auch ihre Mähen und ihr Schweif geordnet waren,stellte ich Faible Futter hin und ging mich umziehen. Ich mache zwar viele verrückte Sachen, aber ich gehe nicht mit verschwitzten Sportsachen reiten. Als ich umgezogen zurückkam, sattelte ich die Stute und trenste sie auf. Aufräumen war bei der frühen Uhrzeit noch überbewertet. Das mache ich wenn ich wieder zurück komme. Ich stieg auf und ritt mit Faible über die Wiesen, die in der Nähe des Gestüts lagen. Während wir durch die teilweise noch feuchten Wiesen trabten, atmete ich die kühle Luft ein und entspannte mich etwas. Ich liebe das Gefühl wenn man noch müde ist, und dann kalte Luft die Haut erreicht. Nach einiger Zeit ging es aber wieder zum Reitplatz, auf dem ich einen einfachen A* Parcour aufbaute. Mir ging es neben dem Springen auch um den gesamten Bewegungsablauf eines Turniers, weshalb ich auch noch das Grüßen und eine zusatzrunde am Anfang einplante. 
Nachdem ich mit Faible eingeritten war, kam der Gruß an die Reihe und danach ritten wir im Leichttrab eine Runde um den Parcour. Im Trab ging es dann auch auf das erste Hindernis zu, was Faible gar nicht gefiel. Lieber wollte sie galoppieren, aber darum ging es hier in der Übung nun mal nicht. Kurz vor dem besagten Hindernis, eine Steilsprung-Kreuz Kombination, ging ich in den leichten Sitz. Fehlerfrei sprang die Ponystute über die Kombination und im Leichttrab ging es in eine rechts Kurve, die uns zu einer weiteren Steilsprung-Kreuz Kombi führte, die wir ebenfalls im Trab übersprangen. Nachdem Faibles Hufe sicher den Boden berührt hatte gab ich ihr die langersehnten Galopphilfen und die Kleine zögerte nicht lange und fiel in den Galopp. Nach einer Links Kurve ging es zu einem höheren, einzelnen Steilsprung, den Faible einfach überspringen konnte, im Galopp. Weiter ging es mit einer links Kurve, die uns schließlich zu einem Oxer führte, der allerdings kein Problem darstellte, genauso wenig, wie der, nach einer rechts Kurve folgende Steilsprung. Dann wurde Faible etwas übermütig, denn den 14m weiter stehende Oxer schätzte sie falsch ein und eine Stange musste wohl oder übel daran Glauben. Nach einer großen Rechts Kurve ging es zum vorletzten Steilsprung und nach einer weiteren großen Kurve, diesmal nach links, folgte der finale 105 cm hohe Steilsprung, der ein A** Niveau hatte. Aber außer dem einen Abwurf am Oxer, blieben alle Stangen liegen und bei den nächsten Durchläufen musste keine der Stangen ihren Platz verlassen. Nachdem Training brachte ich Faible auf die Koppel und räumte schweren Herzens den Putzplatz auf. 

19.09.2020 - 08:00
Die Belohnung des Trainings mit Amystia
Die letzten drei Wochen waren voll mit anstrengendem Training von Faible. Die meiste Zeit trainierte Ally, ab und zu ritt ich dann die Stute Korrektur und übernahm das Dressurtraining. Heute fiel mir die Aufgabe zu, mit der Maus einen A** Parcour zu springen, aber nicht ohne sie vorher aufzuwärmen. So langsam kamen wir immer besser mit Dressuraufgaben zurecht, die zwar noch nicht Prüfungsreif waren, aber sich in die richtige Richtung entwickeln. Mit der E-Dressurprüfung wärmte sich sie auf und Faible löste die Aufgaben gut. Danach baute ich den Springparcour der Klasse A** auf und startete. Das erste Hindernis nahm der Schimmel noch nicht so wirklich ernst und sprang etwas nachlässig ab, was schon fast zum ersten Fehler geführt hätte. Bei den folgenden drei Hindernissen lief es wirklich gut, die Sprünge fielen Faible leicht. Schließlich kam noch die Zweierkombination, wo leider beide Stangen dran glauben mussten, da die Maus etwas übermütig wurde und sich in den Abständen komplett verschätzt. Als letztes folgte noch der Wassergraben. Ich spürte, wie sich die Stute unter mir verspannte und nervös wurde. Ich machte die Knie zu, gab die Hand vor und hoffte... 
Und es funktionierte. Faible machte zwar den seltsamsten Sprung, den ich je gesehen hatte, aber wir kamen darüber-zumindest ungefähr.
Am Ende des Trainings lobte ich die schnaubende Stute und sprang wieder entspannt die Zweierkombination, die dieses Mal sogar funktionierte. Faible sprang entspannt ab und hatte aus dem Fehler gelernt. 
Ich sattelte ab und wusch die Stute an diesem goldenem Herbsttag ab, ließ sie trocknen und gab ihr etwas Hafer. Danach dürfte die Hübsche zurück auf die Koppel mit ihren Freundinnen spielen, was sie auch sofort mit Mirabel tat. 

24.09.2020 - 06:00
Ausritt mit Amystia
Ich kann nicht mehr schlafen, ich hab so schlecht geträumt wie schon lange nicht mehr. Als ich barfuß auf die Koppel in meinem Schlafanzug lief, war es noch eisig kalt und der Nieselregen machte meine Haare nass. Es war grau auf der Koppel und die Ponys schliefen noch, auch wenn mich Amira und Faible sofort bemerkten und zu mir kamen. Ich fühlte mich schlecht und es war nicht nur der Regen, der mein Gesicht benetzt. Ich legte beide Arme um mich, hielt mich selbst im Arm, um die aufsteigende Panik zu unterdrücken. Ohne nachzudenken, ging ich auf die Koppel und streichelte meine beiden Lieblinge. Alles fühlte sich zu eng an, ich konnte vor weinen kaum atmen. Ich merkte nicht einmal, wie ich auf Faible aufsaß und Amira neben mir her lief, wie ich von der Koppel ritt und meine Prinzessin uns folgte. Ich war ohnmächtig gegen meine Angst, meine Panik, ich sah nichts mehr und fühlte nichts als Leere und einen allzu bekannten Schmerz, der mich innerlich zeriss. Ich spürte kaum, wie ich fiel, um mir nur Dunkelheit, und wie ich wieder aufstand. Das nächste, was ich fühlte, war mein Bett und eine warme Tasse Tee daneben. Ich werde wohl nie wissen, was passiert ist. Ich will es auch nicht wirklich wissen. 

25.09.2020- 7 Uhr
 Besuch unserer Ma' mit Ally
Einfach mal als Hintergrundinformation :
Ich habe kein gutes Verhältnis zu unserer Mutter. Schon unsere ganz Kindheit nicht wirklich, es erreichte seinen Höhepunkt, als ich praktisch in die USA 'geflüchtet' bin um die Ausbildung machen zu können die ich machen wollte. Für mich persönlich war es auch wieder ein riesen Schritt gewesen zu Amy zurückzukehren und mit ihr ein Gestüt zu starten. Aber das war eine gute Entscheidung gewesen. Nun hatte ich erfahren das unsere Ma in etwa einer halben Stunde am Gestüt eintreffen würde... Ihr könnt euch denken was in meinem Kopf abging. Amy musste mich nicht einmal dazu bitte das Gestüt für den heutigen Tag zu verlassen, denn ich tat es freiwillig. Zum Glück hatte eine Freundin von mir einen Springworkshop in der Stadt, der heute stattfand und an dem ich spontan mit Faible teilnehmen konnte. Es war für Faibles A** Niveau gedacht, aber wenn ein Ausbilder Faible reitet dürfte ich wahrscheinlich auf ein S** Niveau Pferd und damit mich selbst etwas weiterbilden. 
Zwar wollte Amy, dass ich mich wieder mit ihr versöhnt, aber für den Anfang war es einfach besser, wenn ich beim ersten Besuch nicht dabei war. 

Wie gesagt ich hatte noch eine Halbe Stunde. Schnell schnappte ich mir Faible, brachte sie in den Anhänger sammelte alles zusammen was ich irgendwie gebrauchen konnte und stellte fest, dass ich gar nicht so schlecht in der Zeit lag. Im Gegensatz zu Amy, die noch immer mit einem Besen den Putzplatz säuberte und dabei dem verzweifeln nahe zu sein schien. Schnell half ich ihr dabei den Hof in Ordnung zu bringen, doch dann war es allerhöchste Zeit für mich zu verschwinden. Ich umarmte Amy, die mich zurück umarmte und wünschte ihr viel Spaß, dann verließ ich zusammen mit Faible den Hof und fuhr in Richtung Stadt zu dem Workshop. 
Dort angekommen war es bereits etwa 8:18 Uhr, der Workshop begann aber erst um 9 Uhr, also konnte ich in Ruhe Faible Striegel und bandagieren. Mir dem Satteln und trensen wartete ich noch bis es kurz vor neun war. 
Katy kam gerade auf mich zu und so unterhielten wir uns, bis die restlichen Teilnehmer und die Trainer bzw. Ausbilder da waren. Alle Ausbilder waren mindestens bis S* Turniere geritten und hatten durchaus große Erfolge zu verzeichnen. Wir hörten einigen Vorträgen und Reden von den Trainern, bevor wir gesagt bekamen, was heute auf der Debatte stand. Vor dem Mittagessen war ein Training für Reiter und Pony, bei je einem Ausbilder, dann um 12 Uhr war Mittagessenszeit. Danach gab es eine lange Pause für die Ponys, da die Reiter, also wir Teilnehmer, Theorieunterricht bekamen und zum Schluss nahm sich je ein Ausbilder ein Pony, das mitgebracht wurde und trainierte mit ihm. Wir Teilnehmer bekamen ausgebildete Springpferde und andere Trainer, die erst nach dem Mittagessen anwesend sein würden, die mit uns dann weiter trainieren. Ich freute mich schon richtig auf das Training. Hoffentlich würde es ein Erfolg werden. 
Die erste Etappe begann und ich trenste und sattelte Faible, um dann zusammen mit unserer Trainerin Caroline auf den uns zugewiesenen Platz zu gehen. Ich stieg auf und sollte mich erst mal im Schritt etwas Warmreiten. Dann ging es in einem Arbeitstrab daran Wendungen, Zirkel und Kurven zu reiten, wie wo und wann erklärte mir Caroline. Dann kamen wir schließlich zum Galopp, die erste Runde sollte ich im Leichten Sitz (Jagdsitz) reiten, um Faibles Rücken etwas zu entlasten, dies Taten wir auf beiden Seiten und ich nahm mir vor öfter an der Kondition unserer Pferde zu arbeiten. Danach gingen wir ans Springen und Caroline baute verschiedene Parcour auf, gibg sie mit uns durch und steigerte unsere Leistung immer weiter schließlich hatten wir kurz vor der Mittagspause einen ziemlich schweren A** Parcour fehlerfrei durchlaufen, weshalb wir uns zum Schluss an einem einfachen L-Parcour ausprobieren durften. Beim Ersten Versuch fielen einige Stangen, doch schon nach dem Zweiten Versuch kamen wir fast fehlerfrei durch, so dass Caroline uns lobte und auch Faible ein paar Leckerlis bekam. Dann dürfte mein Schatz auf die Koppel und ich durfte Essen. Während dem Essen tauschten wir alle uns viel aus, egal ob Erfahrungen oder Geschichten. Alles war dabei und es war sehr witzig. Katy erzählte mir von ihrem Training mit ihrer Topstute Layla, die dieses Jahr in S* gewechselt war und über die Probleme, die sie mit ihr auch beim einfachen Reiten hatten, ich versprach ihr sie mir mal anzusehen. 

Theorieuntericht war als nächstes an der Reihe und ich fühlte mich wirklich wie in der Schule, denn wir schrieben mit, meldeten uns, aber lachten viel mehr. Am Ende schien mein Kopf platzen zu wollen, doch das ganze Wissen war mir zum Glück nicht ganz unbekannt gewesen, was es mir leichter gemacht hatte. 

Nun kam die letzte Etappe des Tages und dafür musste ich meine Faible schweren Herzens an Caroline weitergeben, wobei ich dabei nicht wirklich ein schlechtes Gewissen hatte, da Caro eine sehr gute Reiterin war und wirklich nett war. Ich bekam Layla zugeteilt und ich versprach Katy, dass ich bei ihr mehr auf die Grundlagen und Hilfen achtete. Mein Trainer hieß Marc und er war schon oft Turniere mit S-Niveau geritten, deshalb hatte ich kein wirklich schlechtes Gefühl und machte Layla zum Reiten fertig. Beim Warmreiten legte ich viel Wert auf Hilfen und ließ der Hübschen Rappenstute nichts durchgehen. Marc verbesserte mich einige Male und wies auch auf ein paar Kleinigkeiten hin, die mir selbst als Reiter nicht aufgefallen waren. Dann gings ans Springen und mein Gott war ich aufgeregt wieder S-Niveau zu springen, dass hatte ich seit Ewigkeiten nicht mehr gemacht. Nachdem wir zuerst über einige kleine Hindernisse gesprungen waren, mit denen weder Layla noch ich ein Problem hatten baute Marc einen M** Parcour auf, den wir auch fehlerfrei überspringen. Layla machte selbst vergleichsweise mit Faible große, Schwungvolle Schritte, die ich aber gewohnt war und liebte. Dann hieß es für uns nur noch Steigern, steigern und nochmal steigern. Nach etwa der Hälfte der Zeit waren wir bei einem leichten S-Parcour angelangt und mein Puls schoss in die Höhe. Ich ritt an und wir sprangen das erste Hindernis-es fühlte sich an wie Fliegen. Als wir landeten und das nächste Hindernis anritten, waren die Sorgen schon vergessen und Layla und ich schwebten durch den Parcour - ohne Fehler, dafür aber beim zweiten Anlauf mit einem Stangenabwurf und Streifsprünge, trotzdem war ich stolz wie sonst was und lächelte so sehr, daß meine Wangen weh taten. Zum Schluss versuchten wir uns noch an einem Mittel bis Schweren S* Parcour, den wir fast fehlerfrei durchliefen. Katy, die unseren Letzten Versuch gesehen hatte, jubelte lautstark und lobte Layla überschwänglich, so dass ich lachen musste. Mit einer müden Faible und ganz vielen neuen Kontakten, Erinnerungen und neuen Erfahrungen ging es zurück zum Gestüt Silberwald. 

26.09.2020-10:30 Uhr

Springtraining mit Ally

Nachdem ich heute meine tägliche Joggingrunde abgeschlossen hatte, kam ich zitternd und komplett außer Atem an Gestüt an. Komisch, sonst konnte ich doch diese relativ kleine Runde locker laufen. Langsam ging ich ins Haus, wobei meine Augen ab und an versagten und ich nach links oder rechts wegkippte, doch nach einer gefühlten Ewigkeit war ich endlich in meinem Zimmer und kuschelte mich, ohne vorher meine Kleidung zu wechseln, in die vielen Kissen meines Bettes....dann war ich wohl eingeschlafen. 

Etwa um 10 Uhr wachte ich auf und mein Blick fiel direkt auf die Uhr. Fluchen stand ich auf und schwankte zu meinem Kleiderschrank, aus dem ich mir eine dünne Leggins und meine wärmste Reithose heraussuchte. Ein paar dicke Socken landeten auf meinem Bett und ich nahm meinen gefütterte Termopulli und meine warme Lieblingsreitjacke aus dem Schrank. Schnell, zu mindest so schnell wie es ging, zog ich mich um und schnappte mir in der Küche noch eine Thermoskanne, in die ich mir warmen Tee füllte. Zusammen mit der Kanne und meinem Schal, sowie Leckerlis und allem möglichen Pferdezeugs stopfte ich auch Halsschmerzentabletten in meine Tasche, die ich mit zu den Ställen holte. Egal ob ich mir jetzt was eingefangen hatte, obwohl es erst Ende September war, (vielleicht eine Art Sommergrippe?) musste ich Amy helfen. 


Der Himmel war dunkel und es sah verdächtig nach Nebel und Regen aus. Die kühle Luft schlug mir nicht gerade sanft ins Gesicht als ich Faible von der Koppel nahm. Mein Liebling warf mir einen prüfenden Blick zu, bevor sie sich dazu erbarmte mit mir zu kommen. Nach dem Putzen, was schon etwas länger als sonst dauerte, schnappte ich mir ein Pad und ein Trense, aber ich nahm auch einen Kappzaum und die Longe mit. In der Reithalle schnallte ich Faible das Pad auf, trenste sie und stieg auf. Die Tatsache, dass ich nicht wackelig auf dem Pferd saß, sondern es sich noch sehr sicher anfühlte, beruhigte mich ungemein und so konnte ich langsam mit dem Warmreiten beginnen. Schlangenlinien in Schritt und auch Trab waren ein Teil des Warmreitens, aber auch andere Hufschlagfiguren ritten wir, genauso wie häufige Wechsel der Gangarten, ausgenommen Galopp. Dann stieg ich ab und baute Faible einen leichten A* Parcour auf und da ich nicht wirklich in der Verfassung war um zu springen, zog ich Faible den Kappzaum auf, schnallte das Pad ab und wir gingen einige der kleinen Hindernisse an der Longe durch und ich ließ sie einige überspringen. Da ich aber das Training nicht aufhalten wollteübte ich Den kompletten Parcour im Freispring-Stil mit ihr und nachdem sie ihn oft richtig und fehlerfrei durchlaufen hatte lobte ich Faible und brachte sie nach dem ablongieren wieder auf die Koppel. 

01.10.2020-6:37 Uhr
Geländeritt mit Ally
Zuerst einmal:
Ja, ich hatte mir am 26.09 einen kleinen Infekt eingefangen, der zum Glück am 27.09 wieder langsam verschwand. Am 28.09 und am 29.09 hatten wir zwei Turniertage, weshalb ich großes Glück hatte. 

Aber zurück zum hier und jetzt:
Heute konnte ich mal wieder nicht schlafen und zog mich an. Dann schnappte ich mir eine Flasche Wasser und lief zum Stall, wob ich blind ein Halfter nahm, um zur Stutenkoppel zu gehen. Dort erwarteten mich 8 erwartungsvolle Augenpaare, die zu Classy, Mirabel, Amira und Faible gehörten. Freudig begrüßten mich die Ponys und ich steckte ihnen jeweils ein Leckerli zu, was Classy und Mirabel zu genügen schien, da die beiden danach wieder verschwanden. Amira guckte mich mit dem *mich musste du auch wieder reiten* Blick an und stupste mich noch einmal sanft an, bevor sie mich mit Faible alleine ließ. Faible hingegen nahm ich mit zum Putzplatz, machte sie reitfertig, bevor ich allerdings losritt schrieb ich in bester Schwester Manier Amy noch eine Nachricht, damit sie wusste, dass ich unterwegs war. 
Dann ging es los und im Schritt ritt ich zur erst mit Faible die Straße entlang, bis wir irgendwann an einigen Hügeln vorbei ritten und sowohl Faible, als auch ich keine Lust mehr hatten auf der Straße zu bleiben. Also trabten wir in Richtung der nebelbehangenen Hügeln. Nach einiger Zeit kamen wir am Gipfel an und ich sah ein unglaubliches Panorama. Die anderen Hügel mit ihren verschiedenen Grüntönen waren meistens nebelumwogen, der Himmel war blau und die Sonne schien, ab und an hoben sich bunte Baumkronen ins Bild oder das dunkelgrün der Nadelbäume. Schnell schoss ich ein paar Bilder, die ich Amy schickte, doch leider sah es auf Foto nicht halb so spektakulär aus wie in echt. Wie immer oder? Als sich der Nebel aufzulösen begann ritten wir den Hügel herunter undsuchten eine Galoppwiesen, welche wir auch schnell fanden. Ich ließ die Zügel locker und Faible galoppierte in einem schnellen Renngalopp los, nach der Wiese wurde sie aber nicht langsamer, weshalb ich sie zu einem anderen Hügel ritt, den sie hinaufgaloppieren konnte. Oben angekommen parierte ich sie und es ging im Trab in Richtung Heimat. Als wir ankamen erwartete uns Amystia schon am Stall und ich erzählte ihr von dem wunderschönen Ausblick, obwohl sie schon die Bilder gesehen hatte. 

07.10.2020-06:00
Dressurarbeit mit Amystia
Meine Güte, es war noch so früh! Aber der Wecker war noch auf Turnier Tag gestellt, und wenn ich schon mal wach war, konnte ich auch schon mit der schönsten Arbeit der Welt anfangen. Ich schnappte mit Faible, zog ihr ihr Halfter an und ging mit ihr zum Putzplatz, wo die Stute etwas Schlaf nachholte. Kaum fertig, ging es auch schon in die Reithalle, wo ich die Stute aufwärmte. 
Faible ist definitiv eine sehr liebe Stute, aber Dressur gehört nicht wirklich zu ihren Lieblingsdisziplinen. Jedoch gab sie sich heute alle Mühe, und so begannen wir nach dem Aufwärmen direkt mit Tempowechseln. Die waren auch ganz gut, zumindest nicht allzu schlecht. Über das gut genug für Turniere brauchen wir aber noch nicht zu reden. Ich gab mir alle Mühe, Faible etwas mehr auf die Hinterhand zu bekommen, erst einmal vergeblich. Die Stute beantwortete jeden Versuch dafür mit Druck und legte sich aufs Gebiss. Spätestens da musste ich mir was Neues überlegen und bekam die Idee, erst einmal mit dem zu starten, was der Schimmel am Besten kann, nämlich Galoppieren. Das findet Faible immer gut und machte im Galopp toll mit, da konnte ich reiten was ich wollte. Nur sobald ich sie wieder in den Trab zurücknahm, ging es wieder los. Zuerst auf die Vorderhand fallen, dann aufs Gebiss legen. Im Schritt wurde es nicht besser, sondern nur noch schlimmer. Die Maus war verkrampft und ließ sich nicht auf Hilfe- und Lösungsversuche ein. 
Für heute brach ich das Training ab. Vielleicht würde es bald besser werden. 

14.10.2020 - 19:00
Wasserarbeit mit Amystia
Heute gings Faibles Wasserangst wieder an den Kragen. Als ach so liebe Amy, die ich bin, hatte ich natürlich nur blaue Plastikplanen als Wasserersatz in die Halle gelegt. So konnte ich in Ruhe Faible holen, sie mit einem Kapzaum ausstatten und mit ihr in das Schreckensparadies gehen. Ganz verblüfft und vor Schreck erstarrt musste der Schimmel erst mal total doll durchschnauben, alles anpusten und sich dann erleichtert schütteln. Nun ja, das ging ja schon mal gut los. Und wir waren noch nicht mal in die Nähe von Wasser gegangen. 
So positiv eingestellt wie möglich ging ich an der ersten Plane vorbei. Vor Schreck rannte mich Faible bei einem Seitsprung fast um, als sie merkte, dass sie einen Fuß auf dieses blaue etwas gesetzt hatte. Ich konnte nicht mehr, ich musste mich über den verdutzten Ausdruck des Ponys und das aufgeregte Schnauben kaputtlachen. Daraufhin sah sie mich mit schiefgelegtem Kopf an und stubste mich ganz zart an, als ob sie sich fragen würde, ob ich kaputt wäre. Irgendwie war das supersüß. Die nächsten Planen waren weniger schlimm, zwar hielt meine Maus zwei Meter Sicherheitsabstand zu jedem blauen Ding, machte aber keine Sprünge mehr und ignorierte nach zwei Runden die Dinger vollkommen. Der nächste Schritt wäre gewesen, über diese unheimlichen Sachen zu gehen, jedoch wollte ich der Stute heute nicht unnötig viel zumuten. Die Große hatte ihren Job gut gemacht und ich war sehr stolz auf ihre kleinen Fortschritte. 

21.10.2020 - 19:15
Mit einem Pony einkaufen mit Amystia
Die Wocheneinkäufe standen an, im nächsten Ort war Wochenmarkt. Aber eigentlich musste ich noch Faible trainieren - egal. Die Bewohner von Vesland waren es vermutlich eh schon gewohnt, verrückte Mädchen auf Ponys auf dem Wochenmarkt zu treffen. Also putzte ich kurzentschlossen Faible, zog ihr ihre Trense an und ritt los. Als Sattel musste heute ein Voltigiergurt mit Griffen reichen, an die man ganz toll Einkaufstaschen befestigen kann. Zusammen ritten wir im eiligen Tempo in das Städtchen und in die Innenstadt. Dort war ein buntes Treiben, aber alle machten brav dem Pony platz. Zuerst ging es an den Gewürzstand, unser Pfeffer war leer. Lieberweise bekam ich alles schön aufs Pony gereicht, mit einer Tasche natürlich. So konnten wir uns auf den Weg Richtung Käsehändler machen, wo ich Butterkäse und Frischkäse zu besorgen hatte. Faible trottete lieb umher und ließ mich meinen Kram machen. Nach Gewürzen und Käse war auch noch der Gemüsestand dran. Dort wurde es etwas kritisch, meine Maus hatte Möhren erspäht. Bevor ich überhaupt reagieren konnte, hatte sich die Stute schon die Erste in den Mund gesteckt. Beschämt bezahlte ich diese samt eines Bündel anderer Karotten, Äpfel, Brokkoli und einem Kürbis. 
Nachdem wir dann alle Zutaten hatte, kaufte ich mir noch neue Kuschelsocken, Felix einen Kauknochen und den Ponys selbstgemachte Leckerchen. Danach könnte ich mit Faible und vollbeladen den Heimweg antreten. 

28.10.2020 - 13:00
E-Dressur der Extraklasse mit Amystia
Im Nachhinein frag ich mich, wie wir das hinbekommen haben. Aber wir haben es geschafft, was ich jetzt gleich stolz im Steckbrief vermerken werde. 
Heute lief zunächst alles komplett normal wie jeden Tag : 
Pony vom der Koppel holen, Putzen, Satteln, in die Reithalle gehen. 
Ich merkte aber schon beim Warmreiten, dass Faible einen extrem guten Tag hatte. Sie lief superschön und benahm sich vorbildlich. Also startete ich einen gewagten Versuch und probierte mit der Hübschen eine E-Dressur zu reiten. Dabei war dann wohl im Endeffekt Mut zur Lücke unser Motto. Ich denke, die einzelnen Lektionen konnten sich sehen lassen. Gerade die Bahnfiguren waren sehr ordentlich, fast schon Turnierreif. Über die Tempowechsel könnte man jetzt streiten, meiner Ansicht nach war es gut genug um gut dazu sagen zu können. Natürlich war eine E-Dressur für eine Fünfjährige Stute kein Meisterwerk, jedoch verglichen mit vor zwei Wochen war es eine andere Welt. Faible lief dynamisch, sauber und regierte gut auf feine Hilfen, sodass sie mir einen tollen Grund gab, stolz auf sie zu sein. Da kann man der Stute nur gratulieren, auch wenn sie sicher heimlich auf der Koppel geübt hat. 

1.11.2020- 17:07 Uhr
Willkommen November mit Ally
Nach dem fantastischen Turnier gestern war ich noch immer müde, doch das konnte mich nicht davon abhalten zusammen mit meiner Lieblingsstute einen Ausritt zu machen um den neuen Monat zu begrüßen. Gut Gelaunt hüpfte ich aus der Sattelkammer raus und rannte fast zur Koppel der Stuten wo auch schon mein Liebling auf mich wartete. Nach einer stürmischen Begrüßung brachte ich Faible zum Putzplatz und machte sie reit fertig. Dann lief ich noch einmal schnell ins Haus um meinen extra vorbereiteten Rucksack zu holen. Was da wohl drin ist werdet ihr noch später erfahren. Kurz nachdem ich meinen Helm aufgesetzt hatte war ich auch schon im Sattel und es konnte losgehen. Mit schwungvollen Schritten verließen wir den Hof und kurz darauf auch die Straße, denn unser Weg führte uns durch einen in der Nähe gelegenen Wald. Die Bäume hatten teilweise noch ihre Blätter an und alles war in orange-goldenen Farben gehalten. Faibles Hufe wirbelten das Blättermeer am Boden auf und durch gehend konnte man den Wind hören, wie er die Blätter rascheln ließ. Kurz ließ ich Faible traben und nahm beide Zügel in eine Hand, meine linke. Meine rechte Hand streckte ich in den Himmel und ab und streiften einige Blätter daran. Ich musste Lächeln, dieser Tag war einfach perfekt um den Mona einzuleiten. Leise schnauben trug mich Faible sicher durch den Wald. Auch sie schien gefallen an dem Ausblick zu finden und als wir im Schritt weiter ritten schnaubte sie ab und an kleine Blätterhaufen an, die dann auseinander stoben. Als nächstes führte uns unser Weg über eine weite Wiese, auf der ab und an noch eine einzelne Blume blühte. Auch einen Vogel hörte man leise singen. Fast von selbst trabte meine Stute wieder an und ich hatte wirklich nichts dagegen einzuwenden. Ich nahm die Zügel auf und gab meinem Liebling die lang ersehnten Galopphilfen. So schwebten wir über das Gras geradewegs auf einen Hügel zu, auf dem zwei Weiden standen. Auch diese hatten schon viele Blätter verloren. Oben auf dem Hügel parierte ich Faible durch und stieg ab, die Trense nahm ich meiner Stute ab und tauschte sie gegen ein Halfter aus. Dann band ich Faible fest und breitete eine kleine Decke direkt neben ihr aus, die ich in meinem Rucksack hatte. Während Faible graste schüttete ich ihr in eine Schüssel etwas Wasser und trank selbst etwas. Dann steckte ich meinem Liebling einen Apfel zu und aß selbst einen. Langsam legte sich Faible neben mich nieder und ich lehnte mich an ihre Schulter. Die Stute legte den Kopf an mich und so zusammen gekuschelt beobachteten wir den Sonnenuntergang. Ab und an brummte oder schnaubte mein Liebling, doch sonst hörte man nur das Rascheln der Blätter und einen einsamen Vogel singen.
Bevor das letzte Licht hinter dem Horizont verschwand packte ich alles zusammen und machte Faible fertig. Dann stieg ich auf, lobte meine Stute und legte sie in Richtung des Gestüts. Solange das Licht ausreichte trabten wir durch den nun stillen Wald und über die Wiesen, sodass wir schon nach einiger Zeit die Lichter der Hofgebäude sahen. Kurz vor der Straße parierte ich Faible durch und ließ sie den restlichen Weg im Schritt zurücklegen. Am Hof angekommen Sah ich schon von weitem eine aufgebrachte Amy, die einige Kunden des Ladens bediente. Allerdings galt ihr Zorn nicht den Besuchern, sondern eher ihrer kleiner Schwester, die im Dunkeln einen Ausritt gemacht hatte. Zum Glück rettete mich ein kleines Mädchen, das Faible streichelte, vor Amys Strafpredigt. Stattdessen wurde ich mit bösen Blicken erdolcht und als ich Faible auf die Koppel gebracht hatte kam der gefürchtete Teil meiner Ankunft geradewegs auf mich zugestürmt. Die Strafpredigt einer wütenden Amy.

5.11.2020-14:45 Uhr
Intervalltraining mit Ally
Heute würde ich mal die Kondition meines Lieblings auf die Probe stellen und zwar mit dem überall berühmt berüchtigten Intervalltraining. Ich selbst hatte es in meiner Schulzeit gehasst und trotzdem war es heute die Aufgabe, die ich meinem Liebling aufhalsen würde. Welche Ironie! Als ich Faible von der Koppel holte sprühte sie nur so vor Energie. Aber nicht mehr lange, dachte ich mir. Nach dem Putzen und satteln, sowie trensen konnte ich endlich mit meinem Pony in die Reithalle gehen. Nach einem ordentlichen warm machen ging es dann los und zwar würde ich mit Faible eine Bahn galoppieren, dann eine traben und danach zwei Galoppieren und wieder eine traben, das ganze bis zu 5 Bahnen Galopp und danach dasselbe auf der anderen Hand. Also let`s go!
Die erste Runde Galopp war noch nicht sehr sauber und durchparieren wollte Faible sowie so nicht, also ritt ich eine Volte und wiederholte die eine Bahn wieder. Dieses Mal parierte die Stute richtig durch und trabte brav die Bahn, bevor sie wieder galoppieren durfte. Bei den zwei Runden wurden die Galoppsprünge von Faible immer gleichmäßiger und sauberer. Nach der Trabrunde ging es dann zu den drei Galoppbahnen. Hier zeigte sich Faible von ihrer besten Seiten und schwebte mit ihren raumgreifenden, ruhigen Galoppsprüngen über den Sandboden. Die Runde Trab schadete ihr aber auch nicht und so langsam hörte ich das Schnaufen der Stute. Weiter ging es ich nahm die Zügel wieder auf und die vier Bahnen waren dran. Mein Liebling zeigte einen durchhaltenden mittelschnellen Galopp, der sehr angenehm zu sitzen war. Zwar schlug sich die Hübsche sehr gut, doch ich merkte, dass die Geschwindigkeit des Galopps immer mehr sank und auch die Hufe ihr immer schwerer wurden. Diesmal war der Trab langsam und ich fühlte mich schon schlecht als ich Faible noch mal die Galopphilfen gab. Und was tat meine treue Stute? Sie galoppierte an und kämpfte sich durch die fünf Runden. Erst als ich sie durch parierte fiel Faible aus dem Galopp und völlig stolz lobte ich das Durchhaltevermögen meines Lieblings. In der Mitte der Halle machten wir eine Pause und ich lobte die Stute noch immer, soger ein oder drei Leckerchen gab ich ihr.

22.11.2020-6:44 Uhr
Kennenlernen von Faible mit Ally
Heute hatte Wolke die Ehre jemanden ganz besonderen kennenzulernen und dieser jemand hieß Faible. Da ich dachte, dass sich die beiden gut verstehen würden schnappte ich mir zuerst meine Lieblingsstute ,die ich putzte und zu einer viel zu selten gewordenen Spielstunde fertig machte. Etwas verwirrt musterte mich Faible, als sie keine Trense und auch kein Sattel aufbekam. Doch ihre Augen leuchteten auf, als sie sah, dass ich mit einem meiner Herzensfohlen zu ihr kam. Wölkchen war zuerst schüchtern gegenüber der Stute, doch noch während ich mich ans putzen des Fohlens widmete taute das Stütchen auf und verwandelte sich in einen Sonnenschein, genau wie Faible. Die beiden schnaubten ungeduldig, als sie sahen, dass ich erst dabei war alles weg zu räumen. Sie merkten wohl, dass sie heute etwas zusammen machen würden. Ich schnappte mir also ihre Stricke und führten sie in die Halle, wo sie erst einmal herumliefen und sich jedoch schnell in ein Spiel vertieften, dass nur sie verstanden. Ich zog mich ziemlich zurück und ließ die beiden Pferde einfach machen. Dann kickte ich Wölkchens Lieblingsspielzeug in den Raum, ein  Fußball, der schnell mit in ihr Spiel eingebunden wurde. Erst als die beiden Stuten schnaufend und müde in der Mitte der Halle lagen kam ich zu ihnen und streichelte sie beide mit je einer Hand. Es war einfach zu süß und die beiden kuschelten mit sich und mir, sodass ich selbst wenn ich wollte, nicht aufstehen könnte. Bevor die beiden allerdings einschliefen brachte ich sie nachdem sie ihr Futter bekommen hatten auf ihre Koppeln und versprach mir selbst, dass ich sie wieder einmal zusammen bringen muss.